Wohnung Streichen Kosten 2026: Der Ultimative Ratgeber – Was Kostet Es Wirklich?
Sie planen, Ihre Wohnung zu streichen und fragen sich, welche Kosten auf Sie zukommen? Ob Sie die Arbeit selbst erledigen oder einen professionellen Malerbetrieb beauftragen möchten – in diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie über die Kosten für das Streichen einer Wohnung im Jahr 2026 wissen müssen. Wir haben für Sie die aktuellen Preise recherchiert, detaillierte Kostenaufstellungen erstellt und geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie bei Ihrem Renovierungsprojekt clever sparen können.
Das Streichen einer Wohnung ist eine der häufigsten Renovierungsarbeiten überhaupt. Frische Farbe an den Wänden kann das gesamte Erscheinungsbild Ihrer Räume transformieren, die Wohnqualität verbessern und sogar den Wert Ihrer Immobilie steigern. Doch bevor Sie mit dem Projekt beginnen, ist es wichtig, die anfallenden Kosten realistisch einzuschätzen. In diesem Artikel behandeln wir nicht nur die reinen Materialkosten, sondern auch Arbeitskosten, versteckte Kostenfallen und geben Ihnen eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung für das DIY-Projekt.
Als Profimaler Hamburg mit über 15 Jahren Erfahrung im Malerhandwerk kennen wir die Branche von innen und können Ihnen ehrliche, transparente Informationen liefern. Wir zeigen Ihnen, wann sich das Selbermachen lohnt und wann Sie besser einen Fachbetrieb beauftragen sollten. Dabei berücksichtigen wir verschiedene Wohnungsgrößen, Raumtypen und Qualitätsansprüche, damit Sie die für Ihre Situation optimale Entscheidung treffen können.
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1. Wohnung Streichen Kosten 2026: Die Komplette Übersicht
Die Kosten für das Streichen einer Wohnung variieren je nach zahlreichen Faktoren erheblich. Um Ihnen einen ersten Überblick zu geben, haben wir die wichtigsten Preisbereiche zusammengestellt. Diese Zahlen basieren auf aktuellen Marktpreisen in Hamburg und Umgebung im Jahr 2026 und berücksichtigen sowohl Material- als auch Arbeitskosten.
Grundsätzlich können Sie bei der Beauftragung eines professionellen Malerbetriebs mit Kosten zwischen 10 und 25 Euro pro Quadratmeter Wandfläche rechnen. Diese Preisspanne mag auf den ersten Blick groß erscheinen, erklärt sich jedoch durch die unterschiedlichen Leistungsumfänge, Qualitätsansprüche und regionalen Preisunterschiede. In Hamburg und dem Hamburger Umland liegen die Preise tendenziell im oberen Bereich, was durch die höheren Lebenshaltungskosten und die starke Nachfrage nach qualifizierten Handwerkern bedingt ist.
1.1 Kosten nach Leistungsumfang
Der Preis für das Streichen Ihrer Wohnung hängt maßgeblich davon ab, welche Leistungen im Angebot enthalten sind. Ein einfaches Überstreichen bereits gestrichener, intakter Wände ist deutlich günstiger als eine Komplettrenovierung mit Tapeten entfernen, Spachteln und mehrfachem Anstrich. Im Folgenden finden Sie eine detaillierte Aufschlüsselung der verschiedenen Leistungsstufen:
| Leistung | Kosten pro m² Wandfläche | Beschreibung |
|---|---|---|
| Einfaches Streichen | 7 – 12 € | Überstreichen bereits gestrichener, intakter Wände mit einem Anstrich. Keine Vorarbeiten erforderlich. |
| Standard Streichen | 12 – 18 € | Zwei Anstriche, leichte Ausbesserungen, Abkleben von Fenstern und Türen, Abdecken von Möbeln und Böden. |
| Premium Streichen | 18 – 25 € | Hochwertige Farbe, zwei bis drei Anstriche, sorgfältige Vorarbeiten, Spachteln kleiner Unebenheiten, perfektes Finish. |
| Komplettrenovierung | 25 – 40 € | Alte Tapete entfernen, Wände spachteln und glätten, Grundierung, zwei bis drei Anstriche mit Premium-Farbe. |
| Mit Tapezieren | 30 – 50 € | Alte Tapete entfernen, Untergrund vorbereiten, neue Tapete anbringen, anschließend streichen. |
Bei der Wahl des Leistungsumfangs sollten Sie nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf das gewünschte Endergebnis. Ein günstiger Anstrich kann bei bereits perfekt vorbereiteten Wänden völlig ausreichend sein. Sind die Wände jedoch beschädigt, weisen Risse auf oder ist die alte Farbe abblätternd, lohnt sich die Investition in eine umfassendere Renovierung. Ein professioneller Malerbetrieb wie Profimaler Hamburg berät Sie gerne vor Ort und empfiehlt die für Ihre Situation optimale Lösung.
1.2 Kosten nach Wohnungsgröße
Um die Gesamtkosten für das Streichen Ihrer Wohnung zu berechnen, müssen Sie zunächst die zu streichende Wandfläche ermitteln. Als Faustregel gilt: Die Wandfläche entspricht etwa dem 2,5- bis 3-fachen der Wohnfläche. Bei einer 60 m² großen Wohnung haben Sie also ungefähr 150 bis 180 m² Wandfläche zu streichen. Diese Berechnung berücksichtigt eine durchschnittliche Raumhöhe von 2,50 Metern und schließt Fenster- und Türöffnungen bereits ab.
| Wohnungsgröße | Wandfläche ca. | Kosten Profi (Standard) | Kosten DIY |
|---|---|---|---|
| 1-Zimmer-Wohnung (30 m²) | 75 – 90 m² | 900 – 1.600 € | 150 – 300 € |
| 2-Zimmer-Wohnung (50 m²) | 125 – 150 m² | 1.500 – 2.700 € | 250 – 500 € |
| 3-Zimmer-Wohnung (70 m²) | 175 – 210 m² | 2.100 – 3.800 € | 350 – 700 € |
| 4-Zimmer-Wohnung (90 m²) | 225 – 270 m² | 2.700 – 4.900 € | 450 – 900 € |
| 5-Zimmer-Wohnung (120 m²) | 300 – 360 m² | 3.600 – 6.500 € | 600 – 1.200 € |
| Große Wohnung (150 m²) | 375 – 450 m² | 4.500 – 8.100 € | 750 – 1.500 € |
Die in der Tabelle angegebenen Preise für die professionelle Ausführung basieren auf dem Standard-Leistungsumfang (zwei Anstriche, leichte Ausbesserungen, Abkleben und Abdecken). Bei umfangreicheren Vorarbeiten oder der Verwendung von Premium-Farben können die Kosten entsprechend höher ausfallen. Die DIY-Kosten umfassen ausschließlich das Material (Farbe, Grundierung, Abdeckmaterial, Werkzeuge) und berücksichtigen nicht den Zeitaufwand.
1.3 Kosten nach Raumtyp
Nicht jeder Raum in Ihrer Wohnung verursacht die gleichen Kosten beim Streichen. Badezimmer und Küchen erfordern spezielle Feuchtraumfarben, die teurer sind als normale Wandfarben. Flure und Treppenhäuser haben oft mehr Wandfläche im Verhältnis zur Grundfläche. Im Folgenden finden Sie eine detaillierte Aufschlüsselung der Kosten nach Raumtyp:
| Raum | Typische Größe | Wandfläche ca. | Kosten Profi | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Wohnzimmer | 20 – 30 m² | 50 – 75 m² | 600 – 1.350 € | Große Fensterflächen reduzieren Wandfläche |
| Schlafzimmer | 12 – 18 m² | 30 – 45 m² | 360 – 810 € | Oft Akzentwand gewünscht |
| Kinderzimmer | 10 – 15 m² | 25 – 40 m² | 300 – 720 € | Schadstoffarme Farben empfohlen |
| Küche | 8 – 15 m² | 15 – 30 m² | 250 – 600 € | Feuchtraumfarbe, abzgl. Fliesenspiegel |
| Badezimmer | 5 – 10 m² | 10 – 20 m² | 180 – 450 € | Spezielle Feuchtraumfarbe erforderlich |
| Flur | 5 – 12 m² | 20 – 40 m² | 240 – 720 € | Viel Wandfläche, oft strapazierfähige Farbe |
| Arbeitszimmer | 8 – 14 m² | 20 – 35 m² | 240 – 630 € | Konzentrationsfördernde Farben beliebt |
Bei der Planung Ihres Renovierungsprojekts sollten Sie die Besonderheiten der einzelnen Räume berücksichtigen. In Feuchträumen wie Bad und Küche ist die Verwendung spezieller Feuchtraumfarben unerlässlich, um Schimmelbildung vorzubeugen. Diese Farben sind zwar teurer, bieten aber einen deutlich besseren Schutz und eine längere Haltbarkeit. In Kinderzimmern empfehlen wir die Verwendung schadstoffarmer, zertifizierter Farben, um die Gesundheit Ihrer Kinder zu schützen.
2. Kostenvergleich: Selbst Streichen vs. Malerbetrieb
Eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Renovierung Ihrer Wohnung ist die Frage, ob Sie die Malerarbeiten selbst durchführen oder einen professionellen Malerbetrieb beauftragen. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile, die wir im Folgenden ausführlich beleuchten werden. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir einen detaillierten Kostenvergleich für eine typische 70 m² Wohnung erstellt.
2.1 Detaillierte Kostenaufstellung: Selbst Streichen (DIY)
Wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihre Wohnung selbst zu streichen, müssen Sie verschiedene Kostenpositionen berücksichtigen. Neben den offensichtlichen Materialkosten für Farbe fallen auch Kosten für Werkzeuge, Abdeckmaterial und Vorbereitungsmaterialien an. Im Folgenden finden Sie eine detaillierte Aufstellung aller Kosten für das Streichen einer 70 m² Wohnung mit ca. 180 m² Wandfläche:
| Kostenposition | Menge | Preis pro Einheit | Gesamtkosten |
|---|---|---|---|
| Materialien | |||
| Wandfarbe (Standard, 10L Eimer) | 4 Eimer | 35 – 50 € | 140 – 200 € |
| Tiefengrund (10L) | 2 Eimer | 20 – 30 € | 40 – 60 € |
| Spachtelmasse | 2 kg | 8 – 12 € | 16 – 24 € |
| Feuchtraumfarbe (für Bad/Küche, 5L) | 1 Eimer | 40 – 60 € | 40 – 60 € |
| Abdeckmaterial | |||
| Abdeckfolie (50 m²) | 2 Rollen | 8 – 12 € | 16 – 24 € |
| Malerkrepp (50m) | 5 Rollen | 3 – 5 € | 15 – 25 € |
| Abdeckvlies | 1 Rolle | 15 – 25 € | 15 – 25 € |
| Werkzeuge (Einmalanschaffung) | |||
| Farbroller Set (verschiedene Größen) | 1 Set | 15 – 30 € | 15 – 30 € |
| Pinsel Set | 1 Set | 10 – 20 € | 10 – 20 € |
| Teleskopstange | 1 Stück | 15 – 25 € | 15 – 25 € |
| Abstreifgitter | 1 Stück | 5 – 10 € | 5 – 10 € |
| Farbwanne | 2 Stück | 3 – 5 € | 6 – 10 € |
| Spachtel | 1 Set | 8 – 15 € | 8 – 15 € |
| Leiter (falls nicht vorhanden) | 1 Stück | 40 – 80 € | 40 – 80 € |
| GESAMTKOSTEN DIY | 381 – 608 € | ||
Zusätzlich zu den Materialkosten müssen Sie beim Selbst Streichen auch den Zeitaufwand berücksichtigen. Für eine 70 m² Wohnung sollten Sie als Laie mit einem Zeitaufwand von etwa 4 bis 7 Tagen rechnen, je nach Ihren Vorkenntnissen und dem Zustand der Wände. Dieser Zeitaufwand umfasst die Vorbereitung (Möbel verrücken, Abdecken, Abkleben), das eigentliche Streichen, die Trocknungszeiten zwischen den Anstrichen und die Nacharbeiten (Aufräumen, Reinigen).
2.2 Detaillierte Kostenaufstellung: Professioneller Malerbetrieb
Wenn Sie einen professionellen Malerbetrieb beauftragen, erhalten Sie in der Regel ein Komplettpaket, das alle Materialien und Arbeitsleistungen umfasst. Die Kosten setzen sich aus verschiedenen Positionen zusammen, die wir im Folgenden für eine 70 m² Wohnung aufschlüsseln:
| Kostenposition | Menge/Fläche | Preis pro Einheit | Gesamtkosten |
|---|---|---|---|
| Hauptleistungen | |||
| Wände streichen (2 Anstriche) | 180 m² | 12 – 18 €/m² | 2.160 – 3.240 € |
| Decken streichen (optional) | 70 m² | 10 – 15 €/m² | 700 – 1.050 € |
| Vorarbeiten (falls erforderlich) | |||
| Spachteln und Glätten | 30 m² (geschätzt) | 12 – 20 €/m² | 360 – 600 € |
| Grundierung | 180 m² | 3 – 5 €/m² | 540 – 900 € |
| Zusatzleistungen (optional) | |||
| Türen streichen | 5 Türen | 80 – 150 €/Tür | 400 – 750 € |
| Fensterrahmen streichen | 6 Fenster | 30 – 60 €/Fenster | 180 – 360 € |
| Heizkörper streichen | 5 Heizkörper | 40 – 80 €/Stück | 200 – 400 € |
| Sockelleisten streichen | 60 lfm | 4 – 8 €/lfm | 240 – 480 € |
| GESAMTKOSTEN PROFI (nur Wände) | 2.160 – 3.240 € | ||
| GESAMTKOSTEN PROFI (Komplett inkl. Decken) | 2.860 – 4.290 € | ||
Der große Vorteil bei der Beauftragung eines professionellen Malerbetriebs ist die Zeitersparnis. Ein erfahrenes Team kann eine 70 m² Wohnung in der Regel innerhalb von 2 bis 3 Tagen komplett streichen – inklusive aller Vorarbeiten und Nacharbeiten. Zudem profitieren Sie von der Erfahrung und dem Fachwissen der Profis, die ein perfektes Ergebnis garantieren können.
2.3 Zusammenfassung: DIY vs. Profi
| Kriterium | Selbst Streichen (DIY) | Professioneller Malerbetrieb |
|---|---|---|
| Kosten (70 m² Wohnung) | 380 – 610 € | 2.160 – 4.290 € |
| Zeitaufwand | 4 – 7 Tage | 2 – 3 Tage |
| Ergebnis | Abhängig von Erfahrung | Professionelles Finish |
| Stress & Aufwand | Hoch | Minimal |
| Garantie | Keine | Gewährleistung |
| Empfohlen für | Kleine Projekte, Erfahrene | Große Projekte, Zeitmangel |
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3. Warum Profimaler Hamburg? – Ihr Partner für Malerarbeiten
Bei der Wahl des richtigen Malerbetriebs für Ihre Wohnung sollten Sie nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf Qualität, Zuverlässigkeit und Service. Als Profimaler Hamburg bieten wir Ihnen all das und mehr. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Malerhandwerk haben wir bereits tausende Wohnungen in Hamburg und Umgebung renoviert und dabei stets höchste Qualitätsstandards eingehalten.
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Unser Team besteht aus erfahrenen Malermeistern und Gesellen, die ihr Handwerk von der Pike auf gelernt haben. Wir verwenden ausschließlich hochwertige Materialien von renommierten Herstellern und arbeiten nach den neuesten Standards der Branche. Das Ergebnis: Ein perfektes Finish, das Sie jahrelang erfreuen wird.
Besonders wichtig ist uns die persönliche Beratung. Jede Wohnung ist anders, und jeder Kunde hat individuelle Wünsche und Vorstellungen. Deshalb nehmen wir uns die Zeit, Ihre Anforderungen genau zu verstehen und ein maßgeschneidertes Angebot zu erstellen. Ob Sie eine komplette Wohnungsrenovierung planen oder nur einzelne Räume auffrischen möchten – wir sind der richtige Partner für Ihr Projekt.
4. Schritt-für-Schritt-Anleitung: Wohnung Selbst Streichen
Wenn Sie sich dafür entschieden haben, Ihre Wohnung selbst zu streichen, ist eine gute Vorbereitung das A und O für ein gelungenes Ergebnis. In dieser ausführlichen Anleitung führen wir Sie durch alle Schritte – von der Planung bis zum fertigen Anstrich. Befolgen Sie diese Tipps, und Sie werden ein Ergebnis erzielen, das sich sehen lassen kann.
4.1 Schritt 1: Planung und Materialbeschaffung
Bevor Sie mit dem Streichen beginnen, sollten Sie Ihr Projekt sorgfältig planen. Eine gute Planung spart Zeit, Geld und Nerven. Beginnen Sie damit, die zu streichende Fläche zu berechnen. Messen Sie die Länge und Höhe aller Wände und multiplizieren Sie diese Werte. Ziehen Sie dann die Flächen von Fenstern und Türen ab. Das Ergebnis ist die Netto-Wandfläche, die Sie streichen müssen.
Als Faustregel gilt: Pro Quadratmeter Wandfläche benötigen Sie etwa 150 bis 200 ml Farbe pro Anstrich. Bei zwei Anstrichen verdoppelt sich diese Menge entsprechend. Kaufen Sie lieber etwas mehr Farbe als zu wenig – nichts ist ärgerlicher, als mitten im Projekt festzustellen, dass die Farbe nicht reicht. Übrig gebliebene Farbe können Sie für spätere Ausbesserungen aufbewahren.
Erstellen Sie eine Einkaufsliste mit allen benötigten Materialien und Werkzeugen. Dazu gehören: Wandfarbe in ausreichender Menge, Tiefengrund (falls erforderlich), Spachtelmasse für Ausbesserungen, Abdeckfolie, Malerkrepp, Farbroller in verschiedenen Größen, Pinsel für Ecken und Kanten, Teleskopstange, Abstreifgitter, Farbwanne und eine Leiter. Vergessen Sie auch nicht Arbeitskleidung, die schmutzig werden darf.
4.2 Schritt 2: Raum vorbereiten
Die Vorbereitung des Raumes ist einer der wichtigsten Schritte beim Streichen. Eine gründliche Vorbereitung verhindert Farbspritzer auf Möbeln und Böden und sorgt für ein sauberes Ergebnis. Beginnen Sie damit, den Raum so weit wie möglich zu räumen. Kleinere Möbel sollten Sie aus dem Raum entfernen, größere Möbel in die Raummitte schieben und mit Folie abdecken.
Decken Sie den gesamten Boden mit Abdeckfolie oder Malervlies ab. Achten Sie darauf, dass die Folie an den Rändern gut befestigt ist, damit sie nicht verrutscht. Besonders wichtig ist der Schutz von Teppichböden und Parkettböden, da Farbflecken hier nur schwer zu entfernen sind.
Kleben Sie alle Bereiche ab, die nicht gestrichen werden sollen: Fensterrahmen, Türrahmen, Steckdosen, Lichtschalter, Sockelleisten und Deckenränder. Verwenden Sie hochwertiges Malerkrepp, das sich später rückstandsfrei entfernen lässt. Achten Sie darauf, das Klebeband sauber und gerade anzubringen – hier entscheidet sich, ob Sie später scharfe, saubere Kanten haben oder unsaubere Übergänge.
Entfernen Sie Bilder, Regale und andere Wanddekorationen. Schrauben und Dübel können Sie entweder entfernen (und die Löcher später verspachteln) oder mit Malerkrepp abkleben. Vergessen Sie nicht, Lampen abzumontieren oder zumindest sorgfältig abzudecken.
4.3 Schritt 3: Wände vorbereiten
Die Qualität Ihres Anstrichs hängt maßgeblich von der Vorbereitung der Wände ab. Untersuchen Sie alle Wände sorgfältig auf Beschädigungen, Risse, Löcher und Unebenheiten. Kleine Löcher von Nägeln oder Schrauben können Sie mit Spachtelmasse füllen. Tragen Sie die Spachtelmasse mit einem Spachtel auf, glätten Sie sie und lassen Sie sie vollständig trocknen. Anschließend schleifen Sie die gespachtelten Stellen mit feinem Schleifpapier glatt.
Größere Risse sollten Sie vor dem Spachteln mit einem scharfen Messer leicht aufweiten, damit die Spachtelmasse besser haftet. Bei tiefen Rissen kann es notwendig sein, in mehreren Schichten zu spachteln, wobei jede Schicht vollständig trocknen muss, bevor die nächste aufgetragen wird.
Reinigen Sie die Wände von Staub, Spinnweben und Schmutz. Ein leicht feuchtes Tuch oder ein Staubwedel eignen sich hierfür gut. Fettige Flecken, wie sie oft in Küchen vorkommen, sollten Sie mit einem milden Reinigungsmittel entfernen. Lassen Sie die Wände anschließend vollständig trocknen.
Bei stark saugenden Untergründen, neuen Putzflächen oder gespachtelten Bereichen ist eine Grundierung mit Tiefengrund empfehlenswert. Der Tiefengrund reduziert die Saugfähigkeit des Untergrunds und sorgt für eine gleichmäßige Farbaufnahme. Tragen Sie den Tiefengrund mit einer Rolle oder einem breiten Pinsel auf und lassen Sie ihn gemäß Herstellerangaben trocknen.
4.4 Schritt 4: Farbe vorbereiten
Bevor Sie mit dem Streichen beginnen, müssen Sie die Farbe vorbereiten. Öffnen Sie den Farbeimer und rühren Sie die Farbe gründlich um. Während der Lagerung können sich die Pigmente absetzen, daher ist das Umrühren wichtig für ein gleichmäßiges Farbergebnis. Verwenden Sie einen Rührstab oder einen Bohrmaschinenaufsatz zum Rühren.
Gießen Sie eine ausreichende Menge Farbe in die Farbwanne. Füllen Sie die Wanne nicht zu voll – die Farbe sollte nur bis zur Hälfte der schrägen Ablauffläche reichen. So können Sie den Roller optimal mit Farbe aufnehmen und überschüssige Farbe am Gitter abstreifen.
Bei manchen Farben, insbesondere bei dickflüssigen Dispersionsfarben, kann es sinnvoll sein, die Farbe leicht mit Wasser zu verdünnen. Beachten Sie hierzu die Herstellerangaben auf dem Eimer. Eine zu starke Verdünnung kann jedoch die Deckkraft beeinträchtigen.
4.5 Schritt 5: Ecken und Kanten streichen
Beginnen Sie das Streichen immer mit den Ecken und Kanten. Diese Bereiche können mit dem Roller nicht erreicht werden und müssen mit einem Pinsel oder einer kleinen Rolle vorgestrichen werden. Dieser Vorgang wird auch als “Ausschneiden” bezeichnet.
Streichen Sie zunächst alle Ecken, die Übergänge zur Decke, die Bereiche um Fenster und Türen sowie die Kanten entlang der Sockelleisten. Arbeiten Sie sorgfältig und achten Sie auf gleichmäßige Farbaufträge. Der Pinselstrich sollte etwa 5 bis 10 cm breit sein, damit Sie später mit dem Roller nahtlos anschließen können.
Verwenden Sie einen hochwertigen Pinsel mit synthetischen Borsten für Dispersionsfarben. Tauchen Sie den Pinsel nur etwa zur Hälfte in die Farbe und streifen Sie überschüssige Farbe am Rand des Gefäßes ab. So vermeiden Sie Tropfen und Nasen.
4.6 Schritt 6: Flächen mit dem Roller streichen
Nach dem Ausschneiden der Ecken und Kanten können Sie die großen Flächen mit dem Roller streichen. Tauchen Sie den Roller in die Farbwanne und rollen Sie ihn mehrmals über das Abstreifgitter, um überschüssige Farbe zu entfernen und die Farbe gleichmäßig im Roller zu verteilen.
Beginnen Sie oben an der Wand und arbeiten Sie in Bahnen von oben nach unten. Rollen Sie die Farbe zunächst in vertikalen Bahnen auf, dann verteilen Sie sie mit horizontalen Bewegungen und glätten Sie abschließend wieder vertikal. Diese Technik sorgt für eine gleichmäßige Farbverteilung ohne sichtbare Ansätze.
Arbeiten Sie zügig und “nass in nass” – das bedeutet, dass Sie immer in den noch feuchten Bereich des vorherigen Rollerabschnitts hineinrollen. So vermeiden Sie sichtbare Ansätze und Streifen. Üben Sie gleichmäßigen Druck auf den Roller aus und vermeiden Sie es, zu stark zu drücken, da dies zu ungleichmäßigen Ergebnissen führen kann.
Für hohe Wände und Decken verwenden Sie eine Teleskopstange, die Sie am Roller befestigen können. So können Sie auch ohne Leiter arbeiten und erreichen alle Bereiche bequem vom Boden aus.
4.7 Schritt 7: Zweiter Anstrich und Nacharbeiten
Nach dem ersten Anstrich müssen Sie die Farbe vollständig trocknen lassen. Die Trocknungszeit hängt von der verwendeten Farbe, der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit ab. In der Regel sollten Sie mindestens 4 bis 6 Stunden warten, bevor Sie den zweiten Anstrich auftragen. Beachten Sie die Herstellerangaben auf dem Farbeimer.
Der zweite Anstrich erfolgt nach dem gleichen Prinzip wie der erste: Zunächst die Ecken und Kanten mit dem Pinsel, dann die Flächen mit dem Roller. Der zweite Anstrich sorgt für eine vollständige Deckung und ein gleichmäßiges, professionelles Finish.
Entfernen Sie das Malerkrepp, solange die Farbe noch leicht feucht ist. So erhalten Sie saubere, scharfe Kanten ohne Ausrisse. Ziehen Sie das Klebeband langsam und in einem flachen Winkel ab. Sollten dennoch kleine Unregelmäßigkeiten entstehen, können Sie diese mit einem feinen Pinsel nachbessern.
Kontrollieren Sie nach dem Trocknen alle Flächen bei Tageslicht auf eventuelle Fehlstellen, Nasen oder ungleichmäßige Bereiche. Kleine Fehler können Sie mit einem Pinsel oder einer kleinen Rolle ausbessern. Lassen Sie die Farbe vollständig durchtrocknen, bevor Sie die Möbel wieder an ihren Platz stellen und die Abdeckfolien entfernen.
5. Faktoren, die den Preis Beeinflussen
Die Kosten für das Streichen einer Wohnung können je nach verschiedenen Faktoren erheblich variieren. Um Ihnen ein besseres Verständnis dafür zu geben, warum Angebote unterschiedlich ausfallen können, erläutern wir im Folgenden die wichtigsten Einflussfaktoren auf den Preis.
5.1 Zustand der Wände
Der Zustand der vorhandenen Wände hat einen erheblichen Einfluss auf die Kosten. Sind die Wände bereits in gutem Zustand – glatt, ohne Risse und mit einer intakten Farbschicht – ist der Aufwand deutlich geringer als bei beschädigten oder stark verschmutzten Wänden. Bei Wänden mit vielen Löchern, Rissen oder abblätternder Farbe sind umfangreiche Vorarbeiten erforderlich, die den Preis in die Höhe treiben.
Besonders aufwendig und kostspielig ist das Entfernen alter Tapeten. Je nach Art der Tapete und der Qualität des Untergrunds kann das Entfernen sehr zeitintensiv sein. Alte Raufasertapeten, die mehrfach überstrichen wurden, sind besonders hartnäckig. In solchen Fällen können die Kosten für das Tapeten entfernen allein 5 bis 15 Euro pro Quadratmeter betragen.
5.2 Qualität der Farbe
Die Wahl der Farbe hat einen direkten Einfluss auf die Materialkosten und indirekt auch auf die Arbeitskosten. Hochwertige Farben haben in der Regel eine bessere Deckkraft, was bedeutet, dass oft ein Anstrich weniger erforderlich ist. Günstige Farben hingegen müssen häufig mehrfach aufgetragen werden, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.
Spezialfarben wie Feuchtraumfarben, Anti-Schimmel-Farben oder schadstoffarme Farben für Kinderzimmer sind teurer als Standard-Dispersionsfarben. Auch Farben in speziellen Farbtönen, die individuell angemischt werden müssen, kosten mehr als Standardweiß.
| Farbtyp | Preis pro Liter | Eigenschaften |
|---|---|---|
| Baumarkt-Farbe (Budget) | 2 – 4 € | Geringe Deckkraft, oft 3 Anstriche nötig |
| Standard-Dispersionsfarbe | 4 – 6 € | Gute Deckkraft, 2 Anstriche empfohlen |
| Premium-Farbe | 6 – 10 € | Sehr gute Deckkraft, oft 1 Anstrich ausreichend |
| Feuchtraumfarbe | 8 – 15 € | Schimmelresistent, für Bad und Küche |
| Latexfarbe | 10 – 18 € | Abwaschbar, strapazierfähig |
| Öko-/Bio-Farbe | 12 – 25 € | Schadstoffarm, für Allergiker geeignet |
5.3 Raumhöhe und Zugänglichkeit
Die Raumhöhe hat einen direkten Einfluss auf die zu streichende Wandfläche und damit auf die Kosten. Während moderne Neubauten oft eine Standardhöhe von 2,50 Metern haben, können Altbauwohnungen Raumhöhen von 3,00 Metern oder mehr aufweisen. Eine höhere Raumhöhe bedeutet mehr Wandfläche und damit höhere Material- und Arbeitskosten.
Zusätzlich erschweren hohe Räume die Arbeit, da Gerüste oder spezielle Leitern erforderlich sein können. Dies erhöht den Zeitaufwand und damit die Arbeitskosten. Als Faustregel gilt: Bei Raumhöhen über 3,00 Metern sollten Sie mit einem Aufschlag von 20 bis 30 Prozent rechnen.
Auch die allgemeine Zugänglichkeit der Räume spielt eine Rolle. Verwinkelte Räume mit vielen Ecken und Nischen, Dachschrägen oder schwer erreichbare Bereiche erfordern mehr Zeit und Sorgfalt als einfache, rechteckige Räume.
5.4 Regionale Preisunterschiede
Die Kosten für Malerarbeiten variieren je nach Region erheblich. In Großstädten und wirtschaftsstarken Regionen sind die Preise in der Regel höher als in ländlichen Gebieten. Dies liegt an den höheren Lebenshaltungskosten, höheren Löhnen und der stärkeren Nachfrage nach Handwerkerleistungen.
| Region | Durchschnittspreis pro m² | Anmerkung |
|---|---|---|
| Hamburg | 15 – 25 € | Hohe Nachfrage, starke Wirtschaft |
| München | 18 – 30 € | Höchstes Preisniveau in Deutschland |
| Berlin | 12 – 22 € | Große Preisspanne je nach Bezirk |
| Köln/Düsseldorf | 14 – 24 € | Rheinland mit hoher Kaufkraft |
| Ländliche Gebiete | 10 – 18 € | Niedrigere Kosten, weniger Auswahl |
5.5 Möblierung und Vorbereitung
Ob die Wohnung leer oder möbliert ist, hat ebenfalls Einfluss auf die Kosten. In einer leeren Wohnung können Maler schneller und effizienter arbeiten. In einer möblierten Wohnung müssen Möbel verrückt, abgedeckt und geschützt werden, was zusätzlichen Zeitaufwand bedeutet.
Wenn Sie die Kosten reduzieren möchten, können Sie die Vorbereitung selbst übernehmen. Räumen Sie die Räume so weit wie möglich leer, stellen Sie die verbleibenden Möbel in die Raummitte und decken Sie Böden und Möbel ab. So kann der Malerbetrieb direkt mit dem Streichen beginnen, was Zeit und damit Geld spart.
6. Empfohlene Produkte von Proma Farben
Für ein optimales Ergebnis beim Streichen Ihrer Wohnung empfehlen wir hochwertige Produkte von renommierten Herstellern. Bei Proma Farben finden Sie eine große Auswahl an Wandfarben, Grundierungen und Zubehör in Profi-Qualität. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige empfehlenswerte Produkte vor:
bito Wandfarbe Plus BW 390
53,49 €
Hochwertige Dispersionsfarbe mit sehr guter Deckkraft. Ideal für alle Innenräume.
Caparol Indeko Plus
ab 46,95 €
Premium-Innenfarbe mit hervorragender Deckkraft und Verarbeitung. Auch in Farbtönen erhältlich.
einzA XXL Wandfarbe weiß
43,91 € (15L)
Großgebinde für große Flächen. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Herbol Profi DIN WEISS
52,23 € (12,5L)
Profi-Wandfarbe mit DIN-Zertifizierung. Sehr gute Deckkraft und Ergiebigkeit.
Caparol Tiefgrund TB
ab 25,00 €
Universelle Grundierung für saugende Untergründe. Verbessert die Farbhaftung.
Caparol Amphibolin
ab 80,00 €
Premium-Feuchtraumfarbe für Bad und Küche. Schimmelresistent und abwaschbar.
7. Spartipps: So Reduzieren Sie die Kosten
Das Streichen einer Wohnung muss nicht teuer sein. Mit den richtigen Strategien können Sie die Kosten erheblich reduzieren, ohne bei der Qualität Abstriche machen zu müssen. Im Folgenden finden Sie unsere besten Spartipps:
7.1 Vorbereitung selbst übernehmen
Wenn Sie einen Malerbetrieb beauftragen, können Sie die Kosten senken, indem Sie die Vorbereitung selbst übernehmen. Räumen Sie die Räume leer, stellen Sie Möbel in die Raummitte und decken Sie Böden und Möbel ab. So kann der Maler direkt mit dem Streichen beginnen, was Zeit und damit Geld spart. Viele Malerbetriebe bieten reduzierte Preise an, wenn der Kunde die Vorbereitung übernimmt.
7.2 Mehrere Angebote einholen
Holen Sie immer mehrere Angebote von verschiedenen Malerbetrieben ein. Die Preise können erheblich variieren, und durch den Vergleich finden Sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Achten Sie dabei nicht nur auf den Gesamtpreis, sondern auch auf den Leistungsumfang. Ein günstiges Angebot kann teuer werden, wenn wichtige Leistungen fehlen oder minderwertige Materialien verwendet werden.
7.3 Nebensaison nutzen
Die Nachfrage nach Malerarbeiten schwankt im Jahresverlauf. In den Sommermonaten und vor Weihnachten ist die Auftragslage bei Malerbetrieben oft besonders gut, was zu höheren Preisen führen kann. In der Nebensaison (Januar bis März, November) sind viele Betriebe weniger ausgelastet und bieten attraktivere Preise an. Wenn Sie zeitlich flexibel sind, können Sie diese Zeiten nutzen und sparen.
7.4 Qualitätsfarbe verwenden
Es mag paradox klingen, aber hochwertige Farbe kann langfristig Geld sparen. Premium-Farben haben eine bessere Deckkraft, sodass oft ein Anstrich weniger erforderlich ist. Zudem sind sie langlebiger und müssen seltener erneuert werden. Billige Baumarkt-Farben hingegen erfordern oft drei oder mehr Anstriche und müssen früher erneuert werden.
7.5 Teilrenovierung statt Komplettrenovierung
Wenn Ihr Budget begrenzt ist, müssen Sie nicht unbedingt die gesamte Wohnung auf einmal streichen. Konzentrieren Sie sich zunächst auf die Räume, die am meisten Auffrischung benötigen oder die Sie am häufigsten nutzen. Wohnzimmer und Flur haben oft Priorität, da sie von Gästen gesehen werden. Schlafzimmer und Abstellräume können warten.
7.6 Handwerkerkosten von der Steuer absetzen
Wussten Sie, dass Sie Handwerkerkosten von der Steuer absetzen können? Für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen können Sie 20 Prozent der Arbeitskosten (nicht Materialkosten) direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen – maximal 1.200 Euro pro Jahr. Achten Sie darauf, dass die Rechnung die Arbeitskosten separat ausweist und überweisen Sie den Betrag (keine Barzahlung).
8. Häufig Gestellte Fragen (FAQ)
Im Folgenden beantworten wir die häufigsten Fragen rund um das Thema Wohnung streichen. Klicken Sie auf eine Frage, um die Antwort zu sehen.
8.1 Wie viel kostet es, eine 3-Zimmer-Wohnung streichen zu lassen?
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Die Kosten für das Streichen einer 3-Zimmer-Wohnung (ca. 70 m²) liegen bei Beauftragung eines professionellen Malerbetriebs zwischen 2.100 und 3.800 Euro für die Wände. Dieser Preis beinhaltet in der Regel zwei Anstriche, leichte Ausbesserungen, Abkleben und Abdecken sowie alle Materialien.
Bei zusätzlichen Leistungen wie Decken streichen, Türen lackieren oder umfangreichen Vorarbeiten (Tapeten entfernen, Spachteln) können die Kosten entsprechend höher ausfallen. Für eine genaue Kalkulation empfehlen wir, ein individuelles Angebot einzuholen.
Wenn Sie die Wohnung selbst streichen, können Sie mit Materialkosten von etwa 350 bis 700 Euro rechnen. Hinzu kommt der Zeitaufwand von etwa 4 bis 7 Tagen.
8.2 Wie lange dauert es, eine Wohnung zu streichen?
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Die Dauer hängt von der Wohnungsgröße, dem Zustand der Wände und davon ab, ob Sie selbst streichen oder einen Profi beauftragen:
- Profi-Malerbetrieb: Eine 70 m² Wohnung wird in der Regel in 2 bis 3 Tagen komplett gestrichen, inklusive Vorbereitung und Nacharbeiten.
- DIY: Als Laie sollten Sie für die gleiche Wohnung etwa 4 bis 7 Tage einplanen, je nach Ihrer Erfahrung und dem Zustand der Wände.
Bei umfangreichen Vorarbeiten wie Tapeten entfernen oder Spachteln verlängert sich die Dauer entsprechend. Auch die Trocknungszeiten zwischen den Anstrichen müssen berücksichtigt werden.
8.3 Muss ich die Wohnung vor dem Streichen leer räumen?
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Nein, Sie müssen die Wohnung nicht komplett leer räumen. Es ist jedoch empfehlenswert, kleinere Möbel und Dekorationen aus dem Raum zu entfernen. Größere Möbel können in die Raummitte gestellt und mit Folie abgedeckt werden.
Je leerer der Raum, desto schneller und effizienter kann gearbeitet werden. Wenn Sie einen Malerbetrieb beauftragen und die Vorbereitung selbst übernehmen, können Sie oft einen günstigeren Preis aushandeln.
Wichtig: Empfindliche Gegenstände, Elektronik und Wertgegenstände sollten Sie immer aus dem Raum entfernen oder sicher verstauen.
8.4 Wie oft sollte man eine Wohnung streichen?
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Die Häufigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Nutzung der Räume, der Qualität der verwendeten Farbe und persönlichen Vorlieben. Als Faustregel gilt:
- Wohnräume: Alle 5 bis 7 Jahre
- Küche und Bad: Alle 3 bis 5 Jahre (höhere Beanspruchung durch Feuchtigkeit)
- Kinderzimmer: Alle 3 bis 5 Jahre (höhere Abnutzung)
- Flur und Treppenhaus: Alle 4 bis 6 Jahre (hohe Beanspruchung)
Bei Auszug aus einer Mietwohnung kann der Vermieter unter bestimmten Umständen eine Renovierung verlangen. Prüfen Sie Ihren Mietvertrag auf entsprechende Klauseln.
8.5 Welche Farbe ist am besten für Wohnräume?
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Für normale Wohnräume empfehlen wir hochwertige Dispersionsfarben mit guter Deckkraft. Diese sind leicht zu verarbeiten, trocknen schnell und sind geruchsarm. Achten Sie auf Farben mit der Deckkraftklasse 1 oder 2 nach DIN EN 13300.
Für spezielle Anforderungen gibt es folgende Empfehlungen:
- Feuchträume (Bad, Küche): Feuchtraumfarbe oder Latexfarbe
- Kinderzimmer: Schadstoffarme Farben mit Umweltsiegel (Blauer Engel)
- Stark beanspruchte Räume: Strapazierfähige Latexfarbe
- Allergiker: Farben ohne Konservierungsstoffe und Lösemittel
8.6 Arbeiten Sie auch im Hamburger Umland?
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Ja, selbstverständlich! Profimaler Hamburg ist nicht nur in Hamburg, sondern auch im gesamten Hamburger Umland für Sie im Einsatz. Zu unseren Einsatzgebieten gehören unter anderem:
- Hamburg: Altona, Wandsbek, Blankenese, Bergedorf, Volksdorf, Sasel, Farmsen-Berne, Fuhlsbüttel
- Umland: Wedel, Norderstedt, Pinneberg, Ahrensburg, Reinbek, Geesthacht
Kontaktieren Sie uns für ein kostenloses Angebot – wir kommen gerne zu Ihnen!
📞 Telefon: +49 1522 4344935
8.7 Kann ich die Malerkosten von der Steuer absetzen?
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Ja! Handwerkerleistungen können Sie als haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer absetzen. Sie können 20 Prozent der Arbeitskosten (nicht Materialkosten) direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen – maximal 1.200 Euro pro Jahr.
Voraussetzungen:
- Die Arbeiten müssen in Ihrem selbst genutzten Haushalt durchgeführt werden
- Die Rechnung muss die Arbeitskosten separat ausweisen
- Die Zahlung muss per Überweisung erfolgen (keine Barzahlung)
Bei Fragen zur steuerlichen Absetzbarkeit empfehlen wir, einen Steuerberater zu konsultieren.
8.8 Was ist der Unterschied zwischen Dispersionsfarbe und Latexfarbe?
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Dispersionsfarbe ist die Standard-Wandfarbe für Innenräume. Sie besteht aus Wasser, Bindemitteln und Farbpigmenten, ist leicht zu verarbeiten und trocknet schnell. Dispersionsfarben sind für die meisten Wohnräume geeignet.
Latexfarbe enthält zusätzlich Kunstharze, die eine strapazierfähigere und abwaschbare Oberfläche erzeugen. Sie ist ideal für stark beanspruchte Bereiche wie Flure, Treppenhäuser, Küchen und Bäder. Latexfarbe gibt es in verschiedenen Glanzgraden von matt bis hochglänzend.
Empfehlung: Für normale Wohnräume reicht Dispersionsfarbe. Für Feuchträume und stark beanspruchte Bereiche empfehlen wir Latexfarbe oder spezielle Feuchtraumfarbe.
9. Fazit: Wohnung Streichen Kosten 2026
Das Streichen einer Wohnung ist eine der effektivsten Möglichkeiten, Ihre Räume aufzufrischen und das Wohngefühl zu verbessern. Die Kosten variieren je nach Wohnungsgröße, Zustand der Wände, gewählter Farbqualität und ob Sie selbst streichen oder einen Profi beauftragen.
Zusammenfassung der Kosten:
- DIY (Selbst streichen): 200 – 800 € Materialkosten für eine durchschnittliche Wohnung, plus 4-7 Tage Zeitaufwand
- Professioneller Malerbetrieb: 1.500 – 5.000 € für eine durchschnittliche Wohnung, je nach Leistungsumfang
Die Entscheidung zwischen Selbermachen und Profi hängt von Ihren individuellen Umständen ab. Wenn Sie handwerklich geschickt sind, Zeit haben und Geld sparen möchten, kann das DIY-Projekt eine gute Option sein. Wenn Sie jedoch ein perfektes Ergebnis wünschen, wenig Zeit haben oder die Wände in schlechtem Zustand sind, lohnt sich die Investition in einen professionellen Malerbetrieb.
Als Profimaler Hamburg stehen wir Ihnen für alle Malerarbeiten in Hamburg und Umgebung zur Verfügung. Mit über 15 Jahren Erfahrung, fairen Preisen und einem Fokus auf Qualität sind wir der richtige Partner für Ihr Renovierungsprojekt. Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Beratung und ein unverbindliches Angebot!
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Timo Brandt
Ihr Experte für Maler & Renovierungsarbeiten
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10. Materialien im Detail: Alles, Was Sie Wissen Müssen
Die Wahl der richtigen Materialien ist entscheidend für ein gelungenes Streichprojekt. In diesem Abschnitt erfahren Sie alles über die verschiedenen Farbtypen, Werkzeuge und Hilfsmittel, die Sie für das Streichen Ihrer Wohnung benötigen. Wir erklären die Unterschiede zwischen den verschiedenen Produkten und geben Ihnen Empfehlungen, welche Materialien für welchen Einsatzzweck am besten geeignet sind.
10.1 Farbtypen im Überblick
Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl verschiedener Farbtypen, die sich in ihrer Zusammensetzung, ihren Eigenschaften und ihren Einsatzbereichen unterscheiden. Die richtige Wahl hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Untergrund, dem Raum, in dem gestrichen werden soll, und Ihren persönlichen Anforderungen an Haltbarkeit, Umweltverträglichkeit und Optik.
Dispersionsfarbe – Der Allrounder
Dispersionsfarben sind die am häufigsten verwendeten Wandfarben für den Innenbereich. Sie bestehen aus Wasser, Bindemitteln (meist Kunstharze) und Farbpigmenten. Nach dem Auftragen verdunstet das Wasser, und die Bindemittel verbinden sich zu einer festen, elastischen Farbschicht. Dispersionsfarben sind leicht zu verarbeiten, trocknen schnell, sind geruchsarm und in einer großen Farbpalette erhältlich.
Die Qualität von Dispersionsfarben variiert erheblich. Günstige Farben aus dem Baumarkt haben oft eine geringere Deckkraft und erfordern mehrere Anstriche. Hochwertige Dispersionsfarben hingegen decken bereits beim ersten Anstrich sehr gut und sind ergiebiger. Achten Sie beim Kauf auf die Deckkraftklasse nach DIN EN 13300: Klasse 1 bietet die beste Deckkraft, Klasse 4 die geringste.
Latexfarbe – Für beanspruchte Bereiche
Latexfarben enthalten zusätzlich zu den Bestandteilen von Dispersionsfarben einen höheren Anteil an Kunstharzen, was sie besonders strapazierfähig und abwaschbar macht. Die Oberfläche ist glatter und widerstandsfähiger gegen mechanische Beanspruchung, Feuchtigkeit und Schmutz. Latexfarben eignen sich daher besonders für stark frequentierte Bereiche wie Flure, Treppenhäuser, Küchen und Bäder.
Es gibt Latexfarben in verschiedenen Glanzgraden: matt, seidenmatt, seidenglänzend und hochglänzend. Je höher der Glanzgrad, desto strapazierfähiger und abwaschbarer ist die Oberfläche, aber auch desto sichtbarer werden Unebenheiten im Untergrund. Für Wohnräume empfehlen wir matte oder seidenmatte Latexfarben, für Feuchträume seidenglänzende Varianten.
Silikatfarbe – Natürlich und atmungsaktiv
Silikatfarben, auch Mineralfarben genannt, basieren auf Kaliwasserglas als Bindemittel. Sie gehen eine chemische Verbindung mit mineralischen Untergründen ein (Verkieselung) und sind daher besonders langlebig und witterungsbeständig. Silikatfarben sind hoch diffusionsoffen, das heißt, sie lassen Feuchtigkeit durch und regulieren so das Raumklima positiv.
Ein weiterer Vorteil von Silikatfarben ist ihre natürliche Schimmelresistenz aufgrund des hohen pH-Werts. Sie enthalten keine organischen Bestandteile, die als Nährboden für Schimmelpilze dienen könnten. Silikatfarben eignen sich besonders für Altbauten, historische Gebäude und für Menschen mit Allergien oder erhöhtem Umweltbewusstsein.
Kalkfarbe – Traditionell und ökologisch
Kalkfarben gehören zu den ältesten Anstrichmitteln der Menschheit und erleben derzeit eine Renaissance. Sie bestehen aus gelöschtem Kalk (Calciumhydroxid) und Wasser und sind vollständig natürlich und ökologisch. Kalkfarben haben eine charakteristische, leicht wolkige Optik und verleihen Räumen einen besonderen, authentischen Charakter.
Wie Silikatfarben sind auch Kalkfarben hoch diffusionsoffen und wirken feuchtigkeitsregulierend. Der hohe pH-Wert macht sie von Natur aus schimmelresistent. Kalkfarben eignen sich besonders für historische Gebäude, Kellerwände und für Menschen, die Wert auf natürliche Baustoffe legen. Allerdings sind sie weniger abriebfest als moderne Dispersionsfarben und nicht für alle Untergründe geeignet.
Feuchtraumfarbe – Speziell für Bad und Küche
Feuchtraumfarben sind speziell für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit entwickelt worden. Sie enthalten fungizide Zusätze, die das Wachstum von Schimmelpilzen hemmen, und sind besonders wasserabweisend. Feuchtraumfarben eignen sich ideal für Badezimmer, Küchen, Waschküchen und andere Räume, in denen regelmäßig Feuchtigkeit entsteht.
Moderne Feuchtraumfarben sind in der Regel auf Dispersionsbasis und lassen sich genauso einfach verarbeiten wie normale Wandfarben. Sie sind in verschiedenen Glanzgraden erhältlich, wobei seidenglänzende Varianten am häufigsten verwendet werden, da sie leicht zu reinigen sind und Wasserspritzer gut abperlen.
10.2 Werkzeuge und Zubehör
Neben der richtigen Farbe benötigen Sie auch das passende Werkzeug für ein professionelles Ergebnis. Die Investition in hochwertiges Werkzeug lohnt sich, da es die Arbeit erleichtert und zu einem besseren Endergebnis führt. Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Werkzeuge und Hilfsmittel vor:
Farbroller – Das wichtigste Werkzeug
Der Farbroller ist das zentrale Werkzeug beim Streichen großer Flächen. Es gibt Roller in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Bezügen. Für Wandfarben empfehlen sich Roller mit einer Breite von 18 bis 25 cm und einem Bezug aus Polyamid oder Mikrofaser. Die Florhöhe sollte bei glatten Wänden etwa 10 bis 12 mm betragen, bei strukturierten Untergründen wie Raufaser 15 bis 20 mm.
Hochwertige Roller nehmen mehr Farbe auf, geben sie gleichmäßiger ab und hinterlassen keine Fusseln oder Streifen. Billige Roller hingegen können das Ergebnis erheblich beeinträchtigen. Für ein professionelles Ergebnis empfehlen wir Markenroller von Herstellern wie Storch, Anza oder Rotix.
Pinsel – Für Ecken und Details
Pinsel werden für das Streichen von Ecken, Kanten und schwer zugänglichen Bereichen benötigt. Für Dispersionsfarben eignen sich Pinsel mit synthetischen Borsten (Polyester oder Nylon), da diese die Farbe gut aufnehmen und gleichmäßig abgeben. Für Lacke und Lasuren sind Naturhaarpinsel oft besser geeignet.
Für das Streichen einer Wohnung benötigen Sie mindestens zwei Pinsel: einen breiteren Flachpinsel (50-70 mm) für größere Flächen und einen schmaleren Pinsel (20-30 mm) für feine Arbeiten. Rundpinsel eignen sich besonders gut für das Streichen von Heizkörpern und Rohren.
Teleskopstange – Für hohe Wände und Decken
Eine Teleskopstange ist ein unverzichtbares Hilfsmittel für das Streichen hoher Wände und Decken. Sie wird am Farbroller befestigt und ermöglicht das Arbeiten vom Boden aus, ohne ständig auf eine Leiter steigen zu müssen. Dies ist nicht nur bequemer, sondern auch sicherer und schneller.
Teleskopstangen sind in verschiedenen Längen erhältlich, von 1,5 bis 4 Metern. Für normale Wohnungen mit Deckenhöhen bis 2,80 Meter reicht eine Stange mit 1,5 bis 2 Metern Länge aus. Achten Sie auf eine stabile Konstruktion und einen sicheren Verschlussmechanismus.
Abdeckmaterialien – Schutz für Möbel und Böden
Zum Schutz von Möbeln und Böden vor Farbspritzern benötigen Sie Abdeckmaterialien. Dünne Malerfolie aus Polyethylen eignet sich gut zum Abdecken von Möbeln. Für Böden empfehlen wir dickere Folie oder Malervlies, das rutschfester ist und Farbtropfen besser aufsaugt.
Malerkrepp (Abklebeband) wird zum Abkleben von Bereichen verwendet, die nicht gestrichen werden sollen, wie Fensterrahmen, Türrahmen, Steckdosen und Sockelleisten. Achten Sie auf hochwertiges Kreppband, das sich nach dem Streichen rückstandsfrei entfernen lässt. Für empfindliche Oberflächen gibt es spezielles Kreppband mit geringerer Klebkraft.
11. Die 10 Häufigsten Fehler Beim Wohnung Streichen – Und Wie Sie Diese Vermeiden
Auch wenn das Streichen einer Wohnung auf den ersten Blick einfach erscheint, gibt es zahlreiche Fallstricke, die zu unbefriedigenden Ergebnissen führen können. In unserer langjährigen Erfahrung als Malerbetrieb haben wir immer wieder die gleichen Fehler gesehen. In diesem Abschnitt zeigen wir Ihnen die häufigsten Fehler und wie Sie diese vermeiden können.
Fehler 1: Unzureichende Vorbereitung
Der häufigste Fehler ist eine unzureichende Vorbereitung. Viele Heimwerker sind so ungeduldig, dass sie direkt mit dem Streichen beginnen, ohne die Wände ordentlich vorzubereiten. Das Ergebnis: Die Farbe haftet nicht richtig, es entstehen Flecken und Unebenheiten, und das Endergebnis sieht unprofessionell aus.
Lösung: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Vorbereitung. Reinigen Sie die Wände von Staub und Schmutz, füllen Sie Löcher und Risse mit Spachtelmasse, schleifen Sie gespachtelte Stellen glatt und grundieren Sie saugende Untergründe. Eine gute Vorbereitung macht 50% des Erfolgs aus.
Fehler 2: Falsche Farbmenge berechnet
Ein weiterer häufiger Fehler ist die falsche Berechnung der benötigten Farbmenge. Zu wenig Farbe bedeutet, dass Sie mitten im Projekt nachkaufen müssen – und wenn die Farbe aus einer anderen Charge stammt, kann es zu Farbunterschieden kommen. Zu viel Farbe ist Geldverschwendung.
Lösung: Berechnen Sie die Wandfläche sorgfältig und berücksichtigen Sie die Ergiebigkeit der Farbe (steht auf dem Eimer). Planen Sie etwa 10-15% Reserve ein. Als Faustregel gilt: Pro Quadratmeter Wandfläche benötigen Sie etwa 150-200 ml Farbe pro Anstrich.
Fehler 3: Billige Farbe verwenden
Viele Heimwerker greifen zur günstigsten Farbe im Baumarkt, um Geld zu sparen. Doch billige Farben haben oft eine schlechte Deckkraft und erfordern drei oder mehr Anstriche, um ein akzeptables Ergebnis zu erzielen. Am Ende ist die vermeintliche Ersparnis aufgebraucht, und Sie haben mehr Zeit und Mühe investiert.
Lösung: Investieren Sie in hochwertige Farbe mit guter Deckkraft (Klasse 1 oder 2 nach DIN EN 13300). Diese Farben decken oft schon beim ersten Anstrich sehr gut und sind ergiebiger. Langfristig sparen Sie damit Zeit und Geld.
Fehler 4: Zu viel Farbe auf dem Roller
Ein häufiger Anfängerfehler ist es, zu viel Farbe auf den Roller zu nehmen. Das Ergebnis sind Tropfen, Nasen und ein ungleichmäßiger Farbauftrag. Außerdem dauert das Trocknen länger, und es können sich Risse in der Farbschicht bilden.
Lösung: Tauchen Sie den Roller nur zur Hälfte in die Farbe und rollen Sie ihn mehrmals über das Abstreifgitter, um überschüssige Farbe zu entfernen. Der Roller sollte gleichmäßig mit Farbe gesättigt sein, aber nicht tropfen.
Fehler 5: Nicht “nass in nass” arbeiten
Wenn Sie zu langsam arbeiten oder Pausen einlegen, während die Farbe noch feucht ist, entstehen sichtbare Ansätze und Streifen. Die Farbe trocknet an den Rändern an, und wenn Sie dann weitermalen, überlappen sich die Farbschichten ungleichmäßig.
Lösung: Arbeiten Sie zügig und immer “nass in nass” – das heißt, rollen Sie immer in den noch feuchten Bereich des vorherigen Abschnitts hinein. Streichen Sie eine Wand am Stück fertig, bevor Sie eine Pause machen.
Fehler 6: Malerkrepp zu spät entfernen
Viele Heimwerker lassen das Malerkrepp zu lange auf den abgeklebten Flächen. Wenn die Farbe vollständig getrocknet ist, kann das Klebeband beim Abziehen Farbe mit abreißen und unsaubere Kanten hinterlassen.
Lösung: Entfernen Sie das Malerkrepp, solange die Farbe noch leicht feucht ist (aber nicht mehr tropft). Ziehen Sie das Band langsam und in einem flachen Winkel ab. So erhalten Sie saubere, scharfe Kanten.
Fehler 7: Schlechte Beleuchtung
Bei schlechter Beleuchtung übersehen Sie leicht Fehlstellen, ungleichmäßige Bereiche oder Tropfen. Erst wenn das Tageslicht auf die fertig gestrichene Wand fällt, werden die Mängel sichtbar – dann ist es zu spät für einfache Korrekturen.
Lösung: Sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung beim Streichen. Ideal ist Tageslicht oder eine starke Arbeitsleuchte. Kontrollieren Sie das Ergebnis aus verschiedenen Blickwinkeln und bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen.
Fehler 8: Trocknungszeit nicht einhalten
Ungeduld ist ein häufiger Fehler. Wenn Sie den zweiten Anstrich auftragen, bevor der erste vollständig getrocknet ist, kann die Farbe aufweichen, sich ablösen oder Blasen bilden. Das Ergebnis ist ein ungleichmäßiger, unprofessioneller Anstrich.
Lösung: Halten Sie die vom Hersteller angegebene Trocknungszeit ein. In der Regel sollten Sie mindestens 4-6 Stunden warten, bevor Sie den zweiten Anstrich auftragen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit oder niedrigen Temperaturen kann die Trocknungszeit länger sein.
Fehler 9: Falsche Reihenfolge
Manche Heimwerker beginnen mit den großen Flächen und streichen die Ecken und Kanten erst am Schluss. Das führt zu unsauberen Übergängen und sichtbaren Ansätzen zwischen Pinsel- und Rollerbereichen.
Lösung: Streichen Sie immer zuerst die Ecken und Kanten mit dem Pinsel (“Ausschneiden”) und dann die großen Flächen mit dem Roller. So können Sie mit dem Roller nahtlos an die vorgestrichenen Bereiche anschließen.
Fehler 10: Werkzeuge nicht reinigen
Wenn Sie Pinsel und Roller nach dem Streichen nicht sofort reinigen, trocknet die Farbe ein und macht die Werkzeuge unbrauchbar. Das ist nicht nur Geldverschwendung, sondern auch schlecht für die Umwelt.
Lösung: Reinigen Sie Pinsel und Roller sofort nach dem Streichen gründlich mit Wasser (bei wasserbasierten Farben). Für kurze Pausen können Sie die Werkzeuge in Frischhaltefolie einwickeln, um das Eintrocknen zu verhindern.
12. Spezielle Räume: Tipps Für Küche, Bad, Kinderzimmer & Co.
Nicht alle Räume in einer Wohnung haben die gleichen Anforderungen an Farbe und Anstrich. Küchen und Bäder sind Feuchtigkeit und Spritzwasser ausgesetzt, Kinderzimmer müssen besonders schadstoffarm sein, und Flure werden stark beansprucht. In diesem Abschnitt geben wir Ihnen spezifische Tipps für verschiedene Raumtypen.
12.1 Küche Streichen: Tipps und Besonderheiten
Die Küche ist einer der anspruchsvollsten Räume, wenn es ums Streichen geht. Hier treffen Feuchtigkeit, Fett, Dampf und häufige Reinigung aufeinander. Die Farbe muss daher besonders widerstandsfähig und abwaschbar sein.
Empfohlene Farben: Für Küchen empfehlen wir Latexfarben oder spezielle Küchenfarben mit seidenglänzendem Finish. Diese sind abwaschbar, fettbeständig und lassen sich leicht reinigen. Im Bereich hinter dem Herd und der Spüle (Spritzbereich) ist ein Fliesenspiegel oder eine Glasrückwand die bessere Wahl als Farbe.
Farbwahl: Helle Farben lassen die Küche größer und freundlicher wirken. Weiß, Creme oder helle Grautöne sind klassische Wahlmöglichkeiten. Akzente können mit farbigen Elementen wie Küchenfronten, Accessoires oder einer einzelnen Akzentwand gesetzt werden.
Vorbereitung: Reinigen Sie die Wände vor dem Streichen gründlich von Fett und Kochablagerungen. Verwenden Sie einen Entfetter oder eine Mischung aus Wasser und Spülmittel. Lassen Sie die Wände vollständig trocknen, bevor Sie mit dem Streichen beginnen.
12.2 Badezimmer Streichen: Feuchtigkeit im Griff
Das Badezimmer ist der feuchteste Raum in der Wohnung. Beim Duschen und Baden entsteht viel Wasserdampf, der sich an den Wänden niederschlägt. Ohne die richtige Farbe kann dies zu Schimmelbildung führen.
Empfohlene Farben: Verwenden Sie spezielle Feuchtraumfarben oder Anti-Schimmel-Farben. Diese enthalten fungizide Zusätze, die das Wachstum von Schimmelpilzen hemmen. Alternativ eignen sich auch Silikatfarben, die von Natur aus schimmelresistent sind.
Wichtig: Im direkten Spritzwasserbereich (Dusche, Badewanne, Waschbecken) sollten Sie keine Farbe verwenden, sondern Fliesen, Glas oder wasserdichte Wandverkleidungen. Farbe ist nur für die Bereiche geeignet, die nicht direkt mit Wasser in Kontakt kommen.
Lüftung: Unabhängig von der verwendeten Farbe ist eine gute Lüftung im Badezimmer entscheidend, um Schimmelbildung zu vermeiden. Lüften Sie nach dem Duschen oder Baden gründlich, um die Feuchtigkeit abzuführen.
12.3 Kinderzimmer Streichen: Sicherheit geht vor
Im Kinderzimmer steht die Gesundheit der Kleinen an erster Stelle. Kinder verbringen viel Zeit in ihrem Zimmer, spielen auf dem Boden und berühren die Wände. Die verwendete Farbe sollte daher besonders schadstoffarm und unbedenklich sein.
Empfohlene Farben: Achten Sie auf Farben mit dem Umweltsiegel “Blauer Engel” oder anderen Zertifizierungen für schadstoffarme Produkte. Diese Farben sind frei von Lösemitteln, Weichmachern und anderen bedenklichen Stoffen. Auch Naturfarben auf Basis von Kalk oder Kasein sind eine gute Wahl.
Farbwahl: Kinder lieben Farben! Bunte Wände können die Kreativität und das Wohlbefinden fördern. Allerdings sollten Sie es nicht übertreiben – zu viele grelle Farben können unruhig wirken. Eine beliebte Lösung ist, drei Wände in einem neutralen Ton zu streichen und eine Akzentwand in einer kräftigen Farbe zu gestalten.
Strapazierfähigkeit: Kinderzimmer werden stark beansprucht. Wählen Sie eine strapazierfähige, abwaschbare Farbe, damit Sie Fingerabdrücke und Flecken leicht entfernen können. Latexfarben in matter oder seidenmatter Ausführung sind eine gute Wahl.
12.4 Flur und Treppenhaus Streichen
Flure und Treppenhäuser sind Durchgangsbereiche, die täglich stark frequentiert werden. Die Wände sind Berührungen, Streifern und Schmutz ausgesetzt. Hier ist eine besonders strapazierfähige Farbe gefragt.
Empfohlene Farben: Latexfarben sind die beste Wahl für Flure und Treppenhäuser. Sie sind abriebfest, abwaschbar und halten auch stärkerer Beanspruchung stand. Im unteren Wandbereich, der besonders beansprucht wird, können Sie einen Sockel in einer dunkleren Farbe oder mit einer noch strapazierfähigeren Beschichtung versehen.
Farbwahl: Flure sind oft schmal und dunkel. Helle Farben lassen den Raum größer und freundlicher wirken. Weiß, helles Grau oder Creme sind klassische Wahlmöglichkeiten. Wenn Sie Akzente setzen möchten, können Sie eine Wand oder den Sockelbereich in einer kontrastierenden Farbe streichen.
13. Nachhaltigkeit Beim Streichen: Umweltfreundliche Alternativen
Immer mehr Menschen legen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz – auch bei der Renovierung ihrer Wohnung. Die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche umweltfreundliche Alternativen zu konventionellen Farben und Materialien. In diesem Abschnitt zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Wohnung nachhaltig streichen können.
13.1 Umweltfreundliche Farben
Konventionelle Farben können Lösemittel, Weichmacher und andere umweltschädliche Stoffe enthalten. Umweltfreundliche Alternativen verzichten auf diese Inhaltsstoffe oder verwenden natürliche Rohstoffe. Achten Sie beim Kauf auf folgende Siegel und Zertifizierungen:
- Blauer Engel: Das bekannteste deutsche Umweltsiegel. Farben mit diesem Siegel sind schadstoffarm und emissionsarm.
- EU Ecolabel: Das europäische Umweltzeichen für umweltfreundliche Produkte.
- natureplus: Siegel für besonders umweltfreundliche und gesundheitsverträgliche Bauprodukte.
- Cradle to Cradle: Zertifizierung für Produkte, die im Kreislauf geführt werden können.
Naturfarben auf Basis von Kalk, Kasein, Leinöl oder pflanzlichen Ölen sind besonders umweltfreundlich. Sie bestehen aus nachwachsenden oder mineralischen Rohstoffen und sind vollständig biologisch abbaubar. Allerdings sind sie oft teurer als konventionelle Farben und erfordern etwas mehr Erfahrung bei der Verarbeitung.
13.2 Richtige Entsorgung von Farbresten
Farbreste gehören nicht in den Hausmüll oder in die Kanalisation. Sie enthalten Stoffe, die die Umwelt belasten können. Die richtige Entsorgung hängt vom Zustand der Farbe ab:
- Flüssige Farbreste: Bringen Sie diese zum Wertstoffhof oder zur Schadstoffsammlung Ihrer Gemeinde.
- Eingetrocknete Farbe: Vollständig eingetrocknete Dispersionsfarbe kann in den Restmüll gegeben werden. Lassen Sie offene Eimer mit Farbresten austrocknen, bevor Sie sie entsorgen.
- Leere Farbeimer: Restentleerte Kunststoffeimer können in den Gelben Sack oder zur Wertstoffsammlung gegeben werden.
13.3 Ressourcenschonend Streichen
Neben der Wahl umweltfreundlicher Farben können Sie auch durch Ihr Verhalten beim Streichen Ressourcen schonen:
- Farbmenge genau berechnen: Kaufen Sie nur so viel Farbe, wie Sie wirklich benötigen, um Verschwendung zu vermeiden.
- Qualitätsfarbe verwenden: Hochwertige Farben sind ergiebiger und langlebiger, was langfristig Ressourcen spart.
- Werkzeuge reinigen und wiederverwenden: Hochwertige Pinsel und Roller können bei guter Pflege viele Jahre halten.
- Farbreste aufbewahren: Bewahren Sie Farbreste für spätere Ausbesserungen auf. In gut verschlossenen Behältern hält sich Farbe mehrere Jahre.
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14. Farbpsychologie: Wie Farben Ihre Stimmung Beeinflussen
Die Wahl der Wandfarbe ist nicht nur eine ästhetische Entscheidung – Farben haben einen nachgewiesenen Einfluss auf unsere Stimmung, unser Wohlbefinden und sogar unsere Produktivität. Die Farbpsychologie beschäftigt sich mit diesen Zusammenhängen und kann Ihnen helfen, die perfekte Farbe für jeden Raum zu finden.
14.1 Die Wirkung verschiedener Farben
Weiß – Reinheit und Klarheit
Weiß ist der Klassiker unter den Wandfarben und nicht ohne Grund so beliebt. Es vermittelt Reinheit, Klarheit und Frische. Weiße Wände lassen Räume größer und heller wirken und bieten eine neutrale Grundlage für Möbel und Dekoration. Allerdings kann reines Weiß auch steril und kalt wirken. Warme Weißtöne mit einem leichten Gelbstich oder gebrochenes Weiß sind oft die bessere Wahl für Wohnräume.
Blau – Ruhe und Entspannung
Blau ist die Farbe des Himmels und des Meeres und wird mit Ruhe, Entspannung und Gelassenheit assoziiert. Studien haben gezeigt, dass Blau den Blutdruck senken und die Herzfrequenz verlangsamen kann. Helle Blautöne eignen sich besonders gut für Schlafzimmer und Badezimmer, während kräftigere Blautöne in Wohnräumen als Akzentfarbe eingesetzt werden können.
Grün – Natur und Harmonie
Grün ist die Farbe der Natur und symbolisiert Wachstum, Harmonie und Erneuerung. Es wirkt beruhigend und ausgleichend und ist daher für fast alle Räume geeignet. Helle Grüntöne wie Mint oder Salbei sind besonders beliebt für Schlafzimmer und Arbeitszimmer, da sie die Konzentration fördern und gleichzeitig entspannend wirken.
Gelb – Energie und Optimismus
Gelb ist die Farbe der Sonne und strahlt Wärme, Energie und Optimismus aus. Es kann die Stimmung heben und Räume freundlicher wirken lassen. Allerdings sollte Gelb mit Bedacht eingesetzt werden – zu viel Gelb kann überwältigend wirken und sogar Unruhe auslösen. Sanfte Gelbtöne eignen sich gut für Küchen und Essbereiche, während kräftiges Gelb besser als Akzentfarbe verwendet wird.
Rot – Leidenschaft und Energie
Rot ist eine kraftvolle, stimulierende Farbe, die mit Leidenschaft, Energie und Wärme assoziiert wird. Es kann den Appetit anregen und ist daher eine beliebte Wahl für Essbereiche. Allerdings kann Rot auch aggressiv wirken und sollte in Schlafzimmern und Arbeitszimmern vermieden werden. Als Akzentfarbe an einer einzelnen Wand kann Rot jedoch sehr wirkungsvoll sein.
Grau – Eleganz und Neutralität
Grau ist eine elegante, zeitlose Farbe, die in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist. Es wirkt neutral und sophisticated und bietet eine perfekte Grundlage für farbige Akzente. Warme Grautöne mit einem Beige- oder Taupe-Unterton sind wohnlicher als kühle Grautöne. Grau eignet sich besonders gut für moderne, minimalistische Einrichtungsstile.
14.2 Farbempfehlungen nach Raum
| Raum | Empfohlene Farben | Wirkung |
|---|---|---|
| Schlafzimmer | Blau, Grün, Lavendel, sanftes Grau | Beruhigend, schlaffördernd |
| Wohnzimmer | Warmes Weiß, Beige, sanftes Grün, Grau | Einladend, gemütlich |
| Küche | Weiß, Gelb, helles Grün, Rot (Akzente) | Appetitanregend, energetisch |
| Badezimmer | Weiß, Blau, Türkis, sanftes Grün | Frisch, sauber, entspannend |
| Arbeitszimmer | Grün, Blau, neutrales Grau | Konzentrationfördernd, produktiv |
| Kinderzimmer | Pastelltöne, sanftes Gelb, Grün, Blau | Fröhlich, kreativitätsfördernd |
15. Farbtrends 2026: Was Ist Angesagt?
Die Farbtrends ändern sich von Jahr zu Jahr, und 2026 bringt einige spannende Entwicklungen mit sich. Wenn Sie Ihre Wohnung streichen, möchten Sie vielleicht auch die aktuellen Trends berücksichtigen. Hier sind die wichtigsten Farbtrends für 2026:
15.1 Erdtöne und Naturfarben
Der Trend zu natürlichen, erdigen Farben setzt sich auch 2026 fort. Warme Brauntöne, Terrakotta, Ocker und sanftes Olivgrün bringen die Natur in die Wohnung und schaffen eine beruhigende, gemütliche Atmosphäre. Diese Farben lassen sich wunderbar mit natürlichen Materialien wie Holz, Rattan und Leinen kombinieren.
15.2 Warme Neutraltöne
Statt kühlem Weiß und Grau dominieren 2026 warme Neutraltöne wie Greige (eine Mischung aus Grau und Beige), Taupe und warmes Creme. Diese Farben wirken einladend und gemütlich, ohne aufdringlich zu sein. Sie bieten eine perfekte Grundlage für verschiedene Einrichtungsstile und lassen sich leicht mit Akzentfarben kombinieren.
15.3 Tiefe, satte Farben
Mutige, tiefe Farben wie Dunkelblau, Waldgrün, Bordeaux und Aubergine sind 2026 besonders angesagt. Diese Farben verleihen Räumen Tiefe und Eleganz und eignen sich besonders gut für Akzentwände oder kleinere Räume, die eine besondere Atmosphäre haben sollen. In Kombination mit goldenen oder messingfarbenen Akzenten wirken sie besonders luxuriös.
15.4 Sanfte Pastelltöne
Pastellfarben erleben 2026 ein Comeback, allerdings in einer erwachseneren, gedämpfteren Version. Staubiges Rosa, zartes Flieder, Mintgrün und Hellblau in gedeckten Tönen wirken elegant und zeitgemäß. Diese Farben eignen sich besonders gut für Schlafzimmer und Kinderzimmer, aber auch für Wohnräume, die eine sanfte, beruhigende Atmosphäre haben sollen.
16. Checkliste: Wohnung Streichen – Schritt für Schritt
Um sicherzustellen, dass Sie bei Ihrem Streichprojekt nichts vergessen, haben wir eine umfassende Checkliste für Sie zusammengestellt. Drucken Sie diese Liste aus und haken Sie jeden Punkt ab, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.
✅ Vor dem Streichen
- ☐ Wandfläche berechnen
- ☐ Farbmenge berechnen (inkl. Reserve)
- ☐ Farbe und Materialien kaufen
- ☐ Werkzeuge besorgen (Roller, Pinsel, etc.)
- ☐ Möbel aus dem Raum räumen oder abdecken
- ☐ Boden mit Folie abdecken
- ☐ Fenster, Türen, Steckdosen abkleben
- ☐ Wände auf Schäden prüfen
- ☐ Löcher und Risse spachteln
- ☐ Gespachtelte Stellen schleifen
- ☐ Bei Bedarf Tiefengrund auftragen
✅ Beim Streichen
- ☐ Farbe gründlich umrühren
- ☐ Ecken und Kanten mit Pinsel vorstreichen
- ☐ Große Flächen mit Roller streichen
- ☐ “Nass in nass” arbeiten
- ☐ Gleichmäßigen Druck auf Roller ausüben
- ☐ Trocknungszeit einhalten
- ☐ Zweiten Anstrich auftragen
✅ Nach dem Streichen
- ☐ Malerkrepp entfernen (solange Farbe noch feucht)
- ☐ Ergebnis bei Tageslicht kontrollieren
- ☐ Eventuelle Fehlstellen ausbessern
- ☐ Werkzeuge reinigen
- ☐ Abdeckfolien entfernen
- ☐ Farbreste aufbewahren oder entsorgen
- ☐ Möbel wieder aufstellen
17. Glossar: Wichtige Begriffe Rund Ums Streichen
Im Zusammenhang mit dem Streichen einer Wohnung begegnen Ihnen viele Fachbegriffe. Um Ihnen das Verständnis zu erleichtern, haben wir ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen zusammengestellt:
- Abstreifgitter
- Ein Gitter, das in die Farbwanne eingehängt wird, um überschüssige Farbe vom Roller abzustreifen.
- Ausschneiden
- Das Vorstreichen von Ecken, Kanten und schwer zugänglichen Bereichen mit dem Pinsel, bevor die großen Flächen mit dem Roller gestrichen werden.
- Deckkraft
- Die Fähigkeit einer Farbe, den Untergrund zu überdecken. Wird nach DIN EN 13300 in Klassen von 1 (beste) bis 4 (geringste) eingeteilt.
- Dispersionsfarbe
- Die häufigste Wandfarbe für Innenräume. Besteht aus Wasser, Bindemitteln und Farbpigmenten.
- Ergiebigkeit
- Die Fläche, die mit einer bestimmten Menge Farbe gestrichen werden kann. Wird in m²/Liter angegeben.
- Florhöhe
- Die Länge der Fasern auf einem Farbroller. Kurzer Flor (6-10 mm) für glatte Flächen, langer Flor (15-25 mm) für strukturierte Untergründe.
- Grundierung
- Eine Vorbehandlung des Untergrunds, die die Haftung der Farbe verbessert und die Saugfähigkeit reguliert.
- Latexfarbe
- Eine strapazierfähige, abwaschbare Wandfarbe mit höherem Kunstharzanteil.
- Malerkrepp
- Abklebeband zum Abdecken von Bereichen, die nicht gestrichen werden sollen.
- Nass in nass
- Eine Arbeitstechnik, bei der immer in den noch feuchten Bereich des vorherigen Abschnitts hineingearbeitet wird, um sichtbare Ansätze zu vermeiden.
- Spachtelmasse
- Eine pastöse Masse zum Füllen von Löchern, Rissen und Unebenheiten in Wänden.
- Tiefengrund
- Eine flüssige Grundierung, die in saugende Untergründe eindringt und deren Saugfähigkeit reduziert.
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18. Expertentipps vom Malermeister: Insider-Wissen für Perfekte Ergebnisse
Als Malermeister mit über 15 Jahren Berufserfahrung habe ich im Laufe der Jahre zahlreiche Tricks und Techniken gelernt, die den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem perfekten Ergebnis ausmachen. In diesem Abschnitt teile ich mein Insider-Wissen mit Ihnen.
18.1 Der Profi-Trick für scharfe Kanten
Für perfekt scharfe Kanten zwischen zwei Farbbereichen oder an Deckenübergängen verwenden Profis einen speziellen Trick: Nach dem Abkleben wird zunächst eine dünne Schicht der Grundfarbe (die Farbe, die unter dem Klebeband ist) über die Kante des Klebebands gestrichen. Diese Schicht versiegelt die Kante und verhindert, dass die neue Farbe unter das Band läuft. Erst wenn diese Schicht getrocknet ist, wird die eigentliche Farbe aufgetragen. Das Ergebnis sind messerscharfe Kanten ohne Auslaufen.
18.2 Die richtige Rolltechnik
Die meisten Heimwerker rollen einfach auf und ab, was zu einem ungleichmäßigen Ergebnis führen kann. Profis verwenden die “W-Technik”: Zuerst wird die Farbe in einem großen W-Muster auf die Wand aufgetragen, dann wird die Farbe mit parallelen Bahnen gleichmäßig verteilt. Zum Schluss wird mit leichtem Druck von oben nach unten gerollt, um eine einheitliche Struktur zu erzielen. Diese Technik sorgt für eine gleichmäßige Farbverteilung ohne Streifen oder Ansätze.
18.3 Farbkonsistenz sicherstellen
Wenn Sie mehrere Eimer derselben Farbe verwenden, können minimale Farbunterschiede zwischen den Chargen auftreten. Um eine einheitliche Farbe zu gewährleisten, mischen Profis alle Eimer in einem großen Behälter zusammen, bevor sie mit dem Streichen beginnen. Dieser Vorgang wird “Boxing” genannt und stellt sicher, dass die gesamte Wand in exakt demselben Farbton gestrichen wird.
18.4 Die optimale Raumtemperatur
Die Raumtemperatur hat einen großen Einfluss auf das Streicherergebnis. Die ideale Temperatur liegt zwischen 15 und 25 Grad Celsius. Bei zu niedrigen Temperaturen trocknet die Farbe zu langsam und kann Risse bilden. Bei zu hohen Temperaturen trocknet sie zu schnell, was zu Ansätzen und ungleichmäßiger Deckung führen kann. Vermeiden Sie auch direkte Sonneneinstrahlung auf die zu streichende Fläche.
18.5 Luftfeuchtigkeit beachten
Neben der Temperatur spielt auch die Luftfeuchtigkeit eine wichtige Rolle. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit (über 70%) kann die Farbe nicht richtig trocknen und es können Flecken oder Schimmel entstehen. Lüften Sie den Raum regelmäßig, aber vermeiden Sie Durchzug, der zu ungleichmäßiger Trocknung führen kann. An regnerischen Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit sollten Sie das Streichen wenn möglich verschieben.
19. Häufige Fragen Unserer Kunden – Und Unsere Antworten
Im Laufe unserer langjährigen Tätigkeit als Malerbetrieb in Hamburg haben wir unzählige Fragen von Kunden beantwortet. Hier sind einige der häufigsten Fragen, die uns gestellt werden:
“Wie lange dauert es, eine 3-Zimmer-Wohnung zu streichen?”
Die Dauer hängt vom Zustand der Wände und dem gewünschten Leistungsumfang ab. Für ein einfaches Überstreichen einer 70 m² Wohnung mit gut vorbereiteten Wänden benötigt ein professionelles Team in der Regel 1-2 Tage. Bei einer Komplettrenovierung mit Tapeten entfernen, Spachteln und mehreren Anstrichen sollten Sie 3-5 Tage einplanen. Als Heimwerker sollten Sie etwa die doppelte Zeit einkalkulieren.
“Muss ich die Wohnung komplett leer räumen?”
Idealerweise ja, aber das ist nicht immer möglich. Wenn Sie die Möbel nicht aus dem Raum entfernen können, schieben Sie sie in die Raummitte und decken Sie sie sorgfältig mit Folie ab. Achten Sie darauf, dass genügend Platz zum Arbeiten bleibt. Kleine Gegenstände, Bilder und Vorhänge sollten Sie auf jeden Fall entfernen.
“Kann ich über Tapete streichen?”
Ja, in vielen Fällen ist das möglich. Voraussetzung ist, dass die Tapete fest an der Wand haftet und keine Blasen oder abgelösten Stellen aufweist. Raufasertapete und Vliestapete können in der Regel problemlos überstrichen werden. Strukturtapeten mit starkem Muster sollten Sie vorher entfernen, da das Muster sonst durchscheinen kann. Glatte Vinyltapeten müssen vor dem Streichen angeschliffen werden, damit die Farbe haftet.
“Wie oft sollte man eine Wohnung streichen?”
Das hängt von verschiedenen Faktoren ab: der Qualität der verwendeten Farbe, der Beanspruchung der Räume und Ihren persönlichen Ansprüchen. Als Faustregel gilt: Wohnräume sollten alle 5-7 Jahre gestrichen werden, stark frequentierte Bereiche wie Flure und Kinderzimmer alle 3-5 Jahre. Küchen und Bäder können aufgrund von Feuchtigkeit und Fettablagerungen häufiger einen neuen Anstrich benötigen.
“Kann ich dunkle Wände mit einer hellen Farbe überstreichen?”
Ja, aber das erfordert mehr Aufwand. Dunkle Farben haben eine hohe Pigmentdichte und scheinen oft durch helle Farben durch. Für ein gutes Ergebnis sollten Sie zunächst eine spezielle Absperrgrundierung oder eine weiße Grundfarbe auftragen, bevor Sie die gewünschte helle Farbe streichen. Planen Sie mindestens 2-3 Anstriche ein. Hochwertige Farben mit hoher Deckkraft (Klasse 1) erleichtern die Arbeit erheblich.
20. Zusammenfassung: Die Wichtigsten Punkte auf Einen Blick
In diesem umfassenden Ratgeber haben wir alle wichtigen Aspekte rund um das Thema “Wohnung streichen Kosten 2026” behandelt. Hier fassen wir die wichtigsten Punkte noch einmal zusammen:
📌 Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Kosten beim Profi: 10-25 € pro m² Wandfläche, je nach Leistungsumfang
- Kosten DIY: 2-5 € pro m² Wandfläche (nur Material)
- Zeitaufwand DIY: Ca. 1-2 Stunden pro m² Wandfläche
- Wichtigste Vorbereitung: Wände reinigen, Löcher spachteln, abkleben
- Beste Farbe: Hochwertige Dispersionsfarbe mit Deckkraftklasse 1
- Profi-Tipp: “Nass in nass” arbeiten für gleichmäßiges Ergebnis
Unser Fazit: Das Streichen einer Wohnung ist ein Projekt, das sowohl von Heimwerkern als auch von Profis durchgeführt werden kann. Für einfache Streicharbeiten an gut vorbereiteten Wänden kann sich das Selbermachen lohnen – vorausgesetzt, Sie haben die Zeit und die Geduld. Bei umfangreicheren Renovierungen, schwierigen Untergründen oder wenn Sie ein perfektes Ergebnis ohne Stress wünschen, ist die Beauftragung eines professionellen Malerbetriebs die bessere Wahl.
Als Profimaler Hamburg stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Ob Sie nur eine kurze Beratung benötigen oder Ihre komplette Wohnung renovieren lassen möchten – wir sind für Sie da. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Angebot und lassen Sie sich von unserer Qualität überzeugen.




