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Der Industrial-Look mit Betonoptik liegt seit Jahren im Trend – von urbanen Lofts über moderne Büros bis zu stylischen Wohnzimmern. Was früher rohe Bausubstanz war, ist heute bewusst gewähltes Gestaltungselement. Das Beste: Sie müssen keine echten Betonwände haben, um diesen Look zu erzielen. Mit den richtigen Materialien und Techniken lässt sich Betonoptik streichen auf nahezu jedem Untergrund.
In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles über Materialien, Techniken und praktische Umsetzung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Spachteltechnik, speziellen Farben und kreativem Werkzeugeinsatz authentische Betonwände gestalten – inklusive Farbvariationen, Tipps für unterschiedliche Räume und häufigen Fehlern, die Sie vermeiden sollten.
Was ist Betonoptik und warum liegt sie im Trend?
Betonoptik bezeichnet die bewusste Gestaltung von Wandflächen, die das Aussehen von Sichtbeton imitiert. Anders als echter Beton ist die gestrichene Variante deutlich leichter, flexibler und auch nachträglich auf bestehende Wände aufbringbar. Die Oberfläche zeigt typische Betonmerkmale wie leichte Unregelmäßigkeiten, Farbvariationen und eine charakteristische matte Struktur.
Der Trend zur Betonoptik hat mehrere Gründe: Zum einen steht sie für klare Linienführung und Reduktion auf das Wesentliche – Prinzipien des modernen Minimalismus. Zum anderen verbindet sie industrielle Ästhetik mit wohnlicher Wärme, wenn sie geschickt mit natürlichen Materialien wie Holz, Pflanzen oder textilen Elementen kombiniert wird.
Vorteile der gestrichenen Betonoptik
- Flexibilität: Auf nahezu allen Untergründen anwendbar (Gipskarton, Putz, Beton, Mauerwerk)
- Kosteneffizienz: Deutlich günstiger als echter Sichtbeton oder Betonplatten
- Gestaltungsvielfalt: Verschiedene Farbtöne von hellgrau bis anthrazit möglich
- Raumklima: Diffusionsoffene Produkte regulieren die Luftfeuchtigkeit
- Reversibilität: Bei Bedarf wieder überstreichbar
- Individualität: Jede Wand wird durch die Spachteltechnik zum Unikat
- Modernität: Zeitgemäßer Look für verschiedenste Wohnstile
Laut einer Studie des Umweltbundesamtes spielt die Oberflächengestaltung eine wichtige Rolle für das Wohnklima. Mineralische Beschichtungen wie Streichputze können zur Feuchtigkeitsregulierung beitragen.
Materialien zum Betonoptik streichen: Produktübersicht
Für die Betonoptik streichen gibt es verschiedene Materialansätze. Die Wahl hängt von gewünschter Optik, Untergrund und handwerklichem Geschick ab. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Spachtelmassen, Streichputzen und speziellen Betonfarben.
Spachtelmasse für Betonoptik
Mineralische Spachtelmassen sind die professionellste Lösung. Sie werden in mehreren dünnen Schichten aufgetragen und ergeben eine besonders authentische, dreidimensionale Struktur. Diese Produkte bestehen meist aus Kalk, Zement, Marmormehlen und natürlichen Pigmenten.
Vorteile von Spachtelmasse:
- Authentischste Betonoptik durch echte Reliefstruktur
- Höchste Individualität – keine zwei Wände sind identisch
- Sehr robuste, abwaschbare Oberfläche nach Versiegelung
- Mineralisch und diffusionsoffen
Nachteile:
- Höherer Arbeitsaufwand (mehrere Arbeitsgänge)
- Benötigt handwerkliches Geschick
- Trocknungszeiten zwischen den Schichten
Streichputz mit Betonoptik
Streichputze sind einfacher zu verarbeiten als klassische Spachtelmassen. Sie haben eine cremige Konsistenz und lassen sich mit Rolle oder Kelle auftragen. Durch spezielle Strukturierungstechniken entsteht die Betonoptik.
- Caparol Indeko Plus – hochdeckende Grundierung
- Gleichmäßiger Untergrund für Spachtelmasse
- Optimale Haftung
- Hochwertige Grundierfarbe
- Perfekte Basis für Betonoptik
- Sehr gute Deckkraft
- Professionelle Wandspachtelmasse
- Ideal für Betonoptik-Techniken
- Verschiedene Körnungen verfügbar
Betonfarbe und spezielle Effektfarben
Spezielle Betonfarben vereinen Farbe und Struktur in einem Produkt. Sie enthalten feine Zuschlagstoffe, die beim Auftragen eine leichte Körnung ergeben. Diese Variante ist die einfachste für Heimwerker.
Schritt-für-Schritt: Betonoptik streichen mit Spachteltechnik
Die Spachteltechnik erfordert etwas Übung, liefert aber die authentischsten Ergebnisse. Hier die detaillierte Anleitung für die professionelle Umsetzung.
Schritt 1: Untergrundvorbereitung
Der Untergrund muss tragfähig, sauber, trocken und eben sein. Entfernen Sie alte Tapeten vollständig, bessern Sie Risse und Löcher mit Spachtelmasse aus. Sandige oder kreidende Untergründe müssen grundiert werden.
Checkliste Untergrund:
- Wand gründlich absaugen und entstauben
- Unebenheiten größer 2mm ausgleichen
- Bei saugenden Untergründen Tiefengrund auftragen
- Trocknungszeit der Grundierung beachten (meist 12-24h)
- Angrenzende Flächen, Steckdosen und Sockelleisten sorgfältig abkleben
Schritt 2: Grundfarbe auftragen
Tragen Sie zunächst eine durchgängige Grundfarbe auf. Wählen Sie einen mittleren bis dunklen Grauton, der später als Basis unter der Spachtelmasse durchschimmern soll. Verwenden Sie hochwertige Innenfarbe in matter Ausführung.
Diese Grundschicht sollte vollständig durchgetrocknet sein (mindestens 24 Stunden), bevor Sie mit dem Spachteln beginnen.
Schritt 3: Erste Spachtelschicht auftragen
Rühren Sie die Spachtelmasse nach Herstellerangabe an. Die Konsistenz sollte cremig sein – nicht zu dünn (läuft), nicht zu dick (lässt sich schwer verteilen).
Technik: Nehmen Sie mit einer Glättekelle (180-280mm) Material auf und ziehen Sie es in unregelmäßigen Bewegungen über die Wand. Variieren Sie Druck und Winkel der Kelle, um eine lebendige Struktur zu erzeugen. Arbeiten Sie zügig und überlappend.
Die erste Schicht sollte die Grundfarbe weitgehend abdecken, darf aber noch Lücken zeigen. Trocknung: 12-24 Stunden.
Schritt 4: Zweite Spachtelschicht für Tiefe
Die zweite Schicht erzeugt die charakteristische Tiefe der Betonoptik. Verwenden Sie dieselbe Spachtelmasse, optional in einem leicht abweichenden Grauton für mehr Lebendigkeit.
Tragen Sie diese Schicht nicht vollflächig auf, sondern lassen Sie bewusst Bereiche der ersten Schicht durchscheinen. Arbeiten Sie mit kreuzenden Bewegungen und variierender Materialstärke. An manchen Stellen kann die Spachtelmasse dünner, an anderen dicker aufgetragen werden.
Tipp: Authentischer Beton zeigt Unregelmäßigkeiten. Perfektion ist hier nicht das Ziel!
Schritt 5: Feinschliff und Akzente
Nach vollständiger Trocknung (48-72 Stunden) können Sie die Oberfläche vorsichtig mit feinem Schleifpapier (220er Körnung) bearbeiten. Dies entfernt scharfe Kanten und verstärkt den Used-Look.
Für zusätzliche Tiefe können Sie dunkle Akzente setzen: Verdünnen Sie dunkle Abtönfarbe stark mit Wasser und tupfen Sie diese stellenweise mit einem Schwamm auf. Sofort mit trockenem Tuch verwischen.
Schritt 6: Versiegelung
Die fertige Betonoptik sollte versiegelt werden, besonders in Bereichen, die Feuchtigkeit oder Verschmutzung ausgesetzt sind. Verwenden Sie eine matte Versiegelung auf Acryl- oder Wachsbasis.
Die Versiegelung macht die Oberfläche abwaschbar, schützt vor Flecken und intensiviert die Farbtiefe leicht. Tragen Sie zwei dünne Schichten mit 4-6 Stunden Zwischentrocknung auf.
Alternative Techniken zum Betonoptik streichen
Neben der klassischen Spachteltechnik gibt es weitere Methoden, um Betonoptik streichen zu können – teils einfacher für Einsteiger, teils mit anderen optischen Ergebnissen.
Rolle-Schwamm-Technik mit Streichputz
Diese Methode eignet sich besonders für größere Flächen und Einsteiger. Sie benötigen Streichputz in Betongrau, eine strukturierte Farbwalze und einen Naturschwamm.
Vorgehensweise:
- Grundierung wie oben beschrieben
- Streichputz mit Strukturrolle auftragen (Kreuzgang: erst vertikal, dann horizontal)
- Während der Putz noch feucht ist, mit Naturschwamm unregelmäßig tupfen
- In manchen Bereichen stärker strukturieren, andere glatter lassen
- Nach Trocknung optional zweite, dünnere Schicht in leicht anderem Ton
Wischtechnik mit Lasuren
Für eine subtilere, weniger strukturierte Betonoptik können Sie mit Lasuren arbeiten. Diese Technik eignet sich besonders für kleine Räume oder Akzentwände.
Material: Grundfarbe in hellem Grau, zwei bis drei dunklere Lasuren in verschiedenen Grautönen.
Tragen Sie die Grundfarbe gleichmäßig auf. Nach Trocknung arbeiten Sie mit den Lasuren: Mit breitem Pinsel oder Lappen auftragen und sofort mit kreisenden Bewegungen verwischen. Lassen Sie die verschiedenen Lasurtöne ungleichmäßig ineinander übergehen. Das Ergebnis ist eine wolkige, betoneske Oberfläche mit geringer Struktur.
Schablonentechnik für Betonplatten-Optik
Mit Schablonen lassen sich die typischen Fugen von Betonfertigteilen imitieren. Dies ergibt einen modernen Industrial-Look mit geometrischer Struktur.
Nach dem Grundauftrag der Betonoptik kleben Sie Malerkrepp in gleichmäßigen Linien auf (z.B. 80x80cm Raster). Die Linien werden anschließend mit dunklerer Farbe oder Spachtelmasse nachgezogen, sodass Fugen entstehen. Nach dem Trocknen wird das Kreppband entfernt.
Farbgestaltung: Welcher Betongrau-Ton für welchen Raum?
Beton ist nicht gleich Beton – die Bandbreite reicht von hellem Zementgrau bis zu dunklem Anthrazit. Die Farbwahl beeinflusst die Raumwirkung erheblich.
| Farbton | Wirkung | Ideal für |
|---|---|---|
| Helles Grau (RAL 7035) | Luftig, modern, freundlich | Kleine Räume, Küche, Arbeitszimmer |
| Mittelgrau (RAL 7040) | Ausgewogen, urban, zeitlos | Wohnzimmer, Flur, Esszimmer |
| Dunkelgrau (RAL 7016) | Dramatisch, edel, gemütlich | Akzentwände, Schlafzimmer, Home-Cinema |
| Anthrazit (RAL 7021) | Kraftvoll, elegant, reduziert | Büro, Badezimmer, Einzelwände |
Kombinationen mit anderen Farben
Betonoptik wirkt besonders gut in Kombination mit Kontrastfarben oder natürlichen Materialien:
- Weiß: Schafft klare Kanten, verstärkt die moderne Ästhetik
- Warme Holztöne: Bringen Wärme, mildern die industrielle Kühle
- Senfgelb/Rostrot: Schaffen spannende Kontraste im Industrial-Stil
- Petrol/Dunkelblau: Elegante, edle Kombinationen
- Grünpflanzen: Lebendiger Kontrast, verbessern das Raumklima
Häufige Fehler beim Betonoptik streichen vermeiden
Auch erfahrene Heimwerker machen bei der ersten Betonoptik Fehler. Hier die häufigsten Probleme und wie Sie sie vermeiden.
Zu perfekte Oberfläche
Der häufigste Anfängerfehler: zu gleichmäßiges, perfektes Spachteln. Echter Beton zeigt Unregelmäßigkeiten, Schlieren, leichte Farbunterschiede. Haben Sie den Mut zur kontrollierten Unordnung! Variieren Sie Druck, Richtung und Materialstärke bewusst.
Falsche Materialstärke
Zu dick aufgetragene Spachtelmasse reißt beim Trocknen, zu dünne Schichten decken nicht und ergeben keine Struktur. Optimal sind 1-3mm pro Schicht. Mehrere dünne Schichten sind immer besser als eine dicke.
Unzureichende Vorbereitung
Unebenheiten, Risse oder saugende Untergründe scheinen durch die Betonoptik hindurch. Investieren Sie Zeit in sorgfältige Vorbereitung – das Ergebnis wird es Ihnen danken.
Zu kurze Trocknungszeiten
Ungeduld ist ein schlechter Berater. Jede Schicht benötigt ihre volle Trocknungszeit. Zu früh aufgetragene Folgeschichten können die darunter liegende Schicht anlösen oder zu Verfärbungen führen.
Fehlende Versiegelung
Unversiegelte Betonoptik ist anfällig für Flecken und Abrieb. In Küche, Bad oder stark frequentierten Bereichen ist Versiegelung unverzichtbar. Auch in Wohnräumen verlängert sie die Lebensdauer und erleichtert die Pflege.
Betonoptik in verschiedenen Räumen: Besondere Anforderungen
Je nach Raum gibt es spezifische Anforderungen und Gestaltungstipps für die Betonoptik.
Wohnzimmer und Schlafzimmer
In Wohnräumen steht die Ästhetik im Vordergrund. Hier können Sie mit Farbverläufen, Akzentwänden und Kombinationen experimentieren. Für das Schlafzimmer eignen sich eher dunklere, beruhigende Töne. Eine einzelne Betonwand hinter dem Bett wirkt als starkes Gestaltungselement.
Tipp: Kombinieren Sie Betonoptik mit textilen Elementen (Vorhänge, Teppiche, Kissen), um die Raumakustik zu verbessern und Wärme zu schaffen.
Küche und Essbereich
In der Küche muss die Oberfläche besonders strapazierfähig und leicht zu reinigen sein. Verwenden Sie hochwertige Versiegelung und planen Sie einen zusätzlichen Spritzschutz hinter Herd und Spüle (Glas oder Edelstahl).
Die Betonoptik harmoniert hervorragend mit Edelstahlgeräten, schwarzen Fronten oder Holz-Arbeitsplatten. Im Essbereich schafft sie ein urbanes Restaurant-Ambiente.
Badezimmer
Im Badezimmer sind Feuchtigkeitsresistenz und Schimmelschutz entscheidend. Verwenden Sie ausschließlich für Feuchträume geeignete Produkte und versiegeln Sie die Oberfläche mehrfach.
Betonoptik ist ideal für moderne Badezimmer mit bodengleicher Dusche und klarer Linienführung. Kombinieren Sie sie mit weißen Sanitärobjekten und Holz-Waschtischen. Die Oberfläche sollte wasserfest versiegelt werden, besonders im Spritzwasserbereich.
Für Räume mit erhöhter Luftfeuchtigkeit empfehlen wir zusätzlich Anti-Schimmel-Farben als Grundierung oder speziell für Feuchträume ausgelegte Systeme.
Flur und Treppenhaus
Diese stark frequentierten Bereiche profitieren von der Robustheit der Betonoptik. Versiegeln Sie die Oberfläche gut, damit sie Stöße und Kratzer übersteht.
Im schmalen Flur verwenden Sie helle Grautöne, um Enge zu vermeiden. Im Treppenhaus kann eine durchgängige Betonoptik für beeindruckende Großflächenwirkung sorgen.
Pflege und Instandhaltung von Betonoptik-Wänden
Richtig ausgeführt und versiegelt ist die Betonoptik sehr pflegeleicht und langlebig. Dennoch gibt es einige Punkte zu beachten.
Regelmäßige Reinigung
Versiegelte Betonoptik-Wände können Sie mit leicht feuchtem Tuch und mildem Reiniger säubern. Vermeiden Sie aggressive Scheuermittel, die die Versiegelung angreifen könnten. Bei hartnäckigen Flecken hilft ein Radierschwamm (Magic Eraser).
Unversiegelte Oberflächen sollten nur trocken mit weichem Tuch oder Staubwedel gereinigt werden.
Nachversiegelung
In stark beanspruchten Bereichen kann nach 3-5 Jahren eine Nachversiegelung sinnvoll sein. Reinigen Sie die Wand gründlich, lassen Sie sie trocknen und tragen Sie eine weitere dünne Schicht Versiegelung auf.
Ausbesserungen
Kleine Kratzer oder Beschädigungen lassen sich bei Spachtel-Betonoptik relativ einfach ausbessern. Halten Sie etwas Spachtelmasse in der Original-Farbe zurück. Tragen Sie Material auf die beschädigte Stelle auf, glätten Sie es und versiegeln Sie nach Trocknung lokal nach.
Kosten und Aufwand: Was kostet Betonoptik streichen?
Die Kosten für Betonoptik streichen variieren je nach gewählter Technik, Raumgröße und Eigenleistungsanteil.
Materialkostenübersicht (ca. Angaben pro m²)
- Grundierung: 1-2 €/m²
- Spachtelmasse/Streichputz: 8-15 €/m² (bei 2-3 Schichten)
- Versiegelung: 3-5 €/m²
- Werkzeug: einmalig 50-100 € (Kellen, Rollen, Schwämme)
- Gesamt DIY: ca. 15-25 €/m²
Handwerkerkosten
Beauftragen Sie einen Maler, kommen Arbeitskosten hinzu. Die Spachteltechnik ist aufwendig und wird meist im Stundenlohn abgerechnet:
- Vorbereitung und Grundierung: 8-12 €/m²
- Spachtelarbeit (2-3 Schichten): 30-50 €/m²
- Versiegelung: 5-8 €/m²
- Gesamt mit Handwerker: ca. 50-80 €/m²
Zeitaufwand
Für einen Raum von 20m² Wandfläche sollten Sie einplanen:
- Vorbereitung: 2-4 Stunden
- Grundierung: 2 Stunden + Trocknungszeit
- Erste Spachtelschicht: 3-4 Stunden + 24h Trocknung
- Zweite Schicht: 3-4 Stunden + 24-48h Trocknung
- Optional dritte Schicht/Feinschliff: 2-3 Stunden + Trocknung
- Versiegelung: 2 Stunden + Trocknungszeit
Gesamt: 2-3 Arbeitstage verteilt über etwa eine Woche (wegen Trocknungszeiten).
Häufig gestellte Fragen: Betonoptik streichen
Kann ich Betonoptik auf Raufasertapete streichen?
Grundsätzlich ja, aber für optimale Ergebnisse empfiehlt sich die Entfernung der Raufaser. Die Struktur der Tapete kann durch die Spachtelmasse durchscheinen und das glatte Betonbild stören. Falls Sie die Tapete nicht entfernen möchten, tragen Sie mindestens eine zusätzliche ausgleichende Schicht Spachtelmasse auf und arbeiten Sie sehr sorgfältig. Das Ergebnis wird aber nie so authentisch wie auf glattem Untergrund.
Wie lange hält gestrichene Betonoptik?
Bei professioneller Ausführung mit hochwertigen Materialien hält Betonoptik 10-15 Jahre oder länger. Versiegelte Oberflächen in wenig beanspruchten Räumen können sogar 20+ Jahre makellos bleiben. Entscheidend sind sorgfältige Untergrundvorbereitung, ausreichende Trocknungszeiten und eine gute Versiegelung. In stark frequentierten Bereichen wie Fluren kann nach einigen Jahren eine Nachversiegelung sinnvoll sein.
Ist Betonoptik für Allergiker geeignet?
Das hängt vom verwendeten Produkt ab. Mineralische Spachtelmassen auf Kalk- oder Zementbasis sind in der Regel sehr gut verträglich und diffusionsoffen. Sie enthalten keine organischen Lösemittel oder Weichmacher. Achten Sie auf emissionsarme Produkte mit Umweltzeichen. Für besonders sensible Personen oder Allergiker empfehlen wir allergiefreie Farben als Grundierung. Bei Unsicherheiten konsultieren Sie Ihren Arzt oder den Deutschen Allergie- und Asthmabund.
Kann ich Betonoptik selbst überstreichen?
Ja, das ist möglich. Die Oberfläche sollte zuvor leicht angeschliffen werden (220er Körnung), um die Versiegelung anzurauen und bessere Haftung zu ermöglichen. Grundieren Sie anschließend mit Haftgrund und streichen Sie dann mit der gewünschten Farbe. Bei stark strukturierter Betonoptik benötigen Sie eventuell mehrere Farbschichten für gleichmäßige Deckung. Alternativ können Sie zunächst mit Spachtelmasse glätten, dann grundieren und streichen.
Welches Werkzeug brauche ich für Betonoptik?
Für die Spachteltechnik benötigen Sie: Glättekellen in verschiedenen Größen (180-280mm), Edelstahl-Glätter, Schleifpapier (120er und 220er Körnung), Abstreifgitter, Farbeimer, Malerkrepp, Abdeckfolie, Rührquirl, eventuell Strukturrollen und Naturschwamm. Hochwertige Werkzeuge erleichtern die Arbeit erheblich und führen zu besseren Ergebnissen. Investieren Sie in gute Glättekellen – billige Werkzeuge rosten oder hinterlassen Kratzer.



